14.02.2013 12:06
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Aktien Frankfurt: Dax sackt ab - Eurozone unerwartet tief in der Rezession

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag belastet. Der Dax (DAX) drehte nach einem verhaltenen Start deutlich ins Minus und fiel gegen Mittag um 1,04 Prozent auf 7.631,47 Punkte. Für den MDAX (MDAX) ging es um 0,57 Prozent auf 12.928,46 Punkte nach unten und der TecDax (TecDAX) büßte 0,78 Prozent ein auf 894,54 Punkte.

 

    Die Wirtschaft des Euroraums war im vierten Quartal 2012 noch tiefer als erwartet in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt fiel um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 0,4 Prozent gerechnet. "Die wirtschaftliche Misere in den Peripheriestaaten hält an", schrieb Analyst Thomas Gitzel von der VP Bank in einem Kommentar. Das Zahlenmaterial zeige einmal mehr, wie tief der Währungsraum noch im Sumpf der Schuldenkrise feststecke: "Während es in den vergangenen Monaten an den Finanzmärkten der Peripherieländer zu deutlichen Entspannungstendenzen kam, gilt dies für die realwirtschaftliche Entwicklung nicht." Der Teufelskreis zwischen Sparen und schrumpfendem Bruttoinlandsprodukt halte noch an.

 

RHEINMETALL SCHNELLEN NACH OBEN

 

    Wie schon zur Wochenmitte konzentrierten sich die Anleger auch an diesem Donnerstag auf Nachrichten von Firmen aus der zweiten Reihe. Für Gesprächsstoff sorgten vor allem Geschäftszahlen und Unternehmensausblicke. So verteuerten sich die Anteilsscheine des Automobilzulieferers und Rüstungskonzerns Rheinmetall im MDax um 3,20 Prozent. "Die vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal haben unsere Margenprognose übertroffen", hob Analyst Markus Turnwald von der DZ Bank positiv hervor. Der Spezialverpackungs-Hersteller Gerresheimer setzt nach einem robusten Geschäftsjahr auf weiteres Wachstum. Die Aktien zogen um 3,00 Prozent an.

 

    Der führende europäische Kupferkonzern Aurubis bleibt nach einem Umsatz- und operativen Gewinnsprung im ersten Quartal für das laufende Geschäftsjahr nur vorsichtig optimistisch. Die Titel hatten zunächst prozentual kaum verändert notiert, bevor sie mit dem schwachen Markt ins Minus rutschten und etwa zwei Prozent an Wert verloren. Die Aktien des Sportartikelherstellers Puma (PUMA SE) rückten nach der Vorlage von Jahreszahlen um 0,56 Prozent vor. Die Ergebnisse sind einem Händler zufolge "einen Tick besser als erwartet" ausgefallen.

 

PROSIEBENSAT.1 SEHR SCHWACH

 

    Die im TecDax notierten Papiere von Carl Zeiss Meditec verloren fast drei Prozent. Die Quartalszahlen des Medizintechnik-Spezialisten hätten die Markterwartungen verfehlt, sagten Börsianer. Nach einem enttäuschenden Ausblick büßten die Aktien des Chipzulieferers Süss Microtec am Indexende mehr als drei Prozent ein. Abseits der Berichtssaison fielen die Titel von ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media vz) am MDax-Ende um 4,74 Prozent auf 24,04 Euro. Die Großaktionäre KKR und Permira verkaufen ihren Anteils von 18 Prozent der stimmrechtslosen Vorzugsaktien an institutionelle Anleger. Es wurde bereits seit einigen Wochen erwartet, dass die Investoren Schritt für Schritt bei ProSiebenSat.1 aussteigen, um Kasse zu machen. Die Aktien würden zu 24,60 Euro je Stück zugeteilt, sagte ein Händler.

 

    Nach einem negativen Analystenkommentar verbilligten sich die Titel von Infineon (Infineon Technologies) am Dax-Ende um mehr als drei Prozent. Die britische Investmentbank HSBC hatte die Aktien von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft, das Kursziel aber von 5,20 auf 6,10 Euro angehoben. Die Gewinne des Halbleiterkonzerns dürften im ersten Quartal zwar ihren Tiefpunkt erreicht haben, schrieb Analyst Christian Rath in einer Studie. Die absehbare Umsatzerholung in den kommenden Quartalen könne der Konzern aber über die Marge nur begrenzt hebeln./la/rum

 

    --- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

 

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29.11.2016Infineon Technologies HoldS&P Capital IQ
29.11.2016Infineon Technologies HoldKepler Cheuvreux
29.11.2016Infineon Technologies HoldKepler Cheuvreux
29.11.2016Infineon Technologies verkaufenMorgan Stanley
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