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09.01.2013 12:01

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Aktien Frankfurt: Dax stabil über 7.700 Punkte - Alcoa-Bilanz stützt

Deutsche Bank zu myNews hinzufügen Was ist das?


    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der gute Start der US-Berichtssaison hat dem Dax (DAX) am Mittwoch nur sehr moderate Gewinne beschert. Er hielt sich jedoch über der Marke von 7.700 Punkten und legte bis zur Mittagszeit um 0,07 Prozent auf 7.701,35 Punkte zu. Der MDAX (MDAX) gewann 0,86 Prozent auf 12.296,25 Punkte. Der TecDax (TecDAX) stieg um 0,71 Prozent auf 870,64 Punkte.

 

    Die Quartalszahlen und der Ausblick des Aluminiumherstellers Alcoa gelten Börsianern zufolge gemeinhin als Konjunkturindikator und stützten daher die Marktstimmung. Da jedoch der Dax nach seinem rund 30-prozentigen Anstieg 2012 und einer Rally zu Jahresbeginn bereits einen sehr guten Lauf hatte, herrsche etwas Vorsicht. "Auf dem inzwischen erreichten Niveau braucht der Dax neue Ideen, um weiter zu steigen, auch wenn die Alcoa-Zahlen gut waren und der Ausblick robust ist", sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. "Alcoa macht Mut auf mehr, vor allem bei den Ausblicken und auch für die Wirtschaftsentwicklung."

 

    Zwei Grundübel sieht Halver zudem noch für die Börsen: Die tatsächliche Überwindung der fiskalischen Klippe in den USA stehe weiterhin aus und die anstehenden Wahlen in Italien samt Berlusconis Ambitionen bereiteten Sorgen.

 

ALCOA-ZAHLEN BEFLÜGELN THYSSENKRUPP

 

    Alcoa konnte im Schlussquartal 2012 in die schwarzen Zahlen zurückkehren und sieht die Aluminium-Nachfrage auch in diesem Jahr weiter steigen. Das half Händlern zufolge unter anderem der ThyssenKrupp-Aktie (ThyssenKrupp), die als einer der Favoriten im Dax um 1,50 Prozent auf 18,24 Euro stieg.

 

    Mit plus 2,48 Prozent auf 9,059 Euro setzte sich die T-Aktie (Deutsche Telekom) an die Dax-Spitze. Laut der Zeitung "Financial Times" planen die größten europäischen Telekomkonzerne den Aufbau eines gemeinsamen europäischen Netzwerks, um sich die Infrastruktur länderübergreifend zu teilen. Darüber sei bei einem privaten Treffen zwischen dem EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia und den Chefs der größten Telekomunternehmen gesprochen worden.

 

BANKAKTIEN WEITER AUF ERHOLUNGSKURS

 

    Bankaktien erholten sich weiter, nachdem der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht am vergangenen Sonntag beschlossen hatte, den Banken weltweit vier Jahre mehr Zeit zum Aufbau ihrer Liquiditätsreserven zu geben. Mit Hilfe dieser Reserven soll im Fall einer nächsten Bankenkrise eine Pleite vermieden werden können. Die Titel der Commerzbank gewannen 2,19 Prozent auf 1,631 Euro, während die der Deutschen Bank (Deutsche Bank) um 1,26 Prozent auf 36,675 Euro stiegen.

 

    Die Anteilsscheine von Lanxess (LANXESS) wurden einmal mehr von einem kritischen Analystenkommentar belastet und rutschten erneut an das Dax-Ende. Dort büßten sie 1,93 Prozent auf 62,05 Euro ein, nachdem sie tags zuvor bereits mehr als drei Prozent verloren hatten. Die Citigroup senkte ihr Anlageurteil für den Chemiekonzern auf "Sell".

 

    Volkswagen (VW) (Volkswagen St (VW)) verbilligten sich um 0,86 Prozent und Daimler zeigten sich fast unverändert mit plus 0,09 Prozent. Der Zusammenarbeit der beiden Autobauer im Segment großer Transporter droht einem Medienbericht zufolge das Aus. Volkswagen wolle sein Modell VW-Crafter künftig alleine planen und bauen, berichtet die "Hannoversche Allgemeinen Zeitung" unter Berufung auf Konzernkreise. Beide Seiten wollten den Bericht über das Aus nicht kommentieren./ck/rum

 

    --- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---

 

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