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03.11.2011 12:05

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Aktien Frankfurt: Dax über 6.000 Punkten - Hoffnung auf Papandreou-Rücktritt

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Spekulationen über die Zukunft Griechenlands in der EU haben den Dax (DAX) am Donnerstag auf eine Berg- und Talfahrt geschickt. Laut Händlern profitierte der Aktienmarkt von Spekulationen über einen Rücktritt des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou, nachdem die Ankündigung eingefrorener EU-Hilfen zum Auftakt noch sehr deutlich die Kurse belastet hatte. Der Leitindex Dax (DAX) stieg zur Mittagszeit um 1,73 Prozent auf 6.068,79 Punkte und kehrte so wieder über die psychologische wichtige Marke von 6.000 Punkten zurück. Zum Auftakt war er noch bis auf 5.832 Punkte abgerutscht. Der MDAX legte 1,95 Prozent auf 9.027,79 Punkte zu und der TecDax gewann 1,84 Prozent auf 695,57 Punkte.

 

    Ein möglicher Rücktritt des griechischen Ministerpräsidenten schüre die Hoffnung, dass damit das gefürchtete Referendum zu den Reformplänen wieder Geschichte sein könnte, hieß es. Ausgelöst wurden die Gerüchte von griechischen Medien, die bereits über einen Nachfolger spekulieren. Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank sah darin einen kurzfristigen Entspannungseffekt: "Damit wäre die Gefahr einer schnellen Pleite womöglich erst einmal vom Tisch." Allerdings habe dies längerfristig zur Folge, dass es weiter keine konkrete Lösung für die Probleme gebe. Halver: "Das Referendum wäre eine klare Aussage für oder gegen den EU-Verbleib gewesen."

 

FINANZSEKTOR DREHT MIT DEM MARKT INS PLUS - MAN AN DAX-SPITZE

 

    Die zunächst sehr schwachen Bankenwerte egalisierten mit dem ins Plus gedrehten Markt ihre Verluste: Titel der Deutschen Bank und der Commerzbank lagen zuletzt jeweils mit rund 2,5 Prozent im Plus. Größter Dax-Gewinner waren aber die MAN-Aktien (MAN) mit einem sehr deutlichen Aufschlag von 8,15 Prozent auf 68,20 Euro. Händler verwiesen auf eine Genehmigung der chinesischen Wettbewerbsbehörden, wonach Volkswagen (Volkswagen vz) nun die Mehrheit an dem Lkw-Hersteller übernehmen könne.

 

    Erfreuliche Zahlen führten bei den BMW-Anteilen (BMW) zu einem Kursplus von 5,24 Prozent auf 61,01 Euro. Der Münchner Autobauer hat im dritten Quartal dank der weiterhin hohen Autonachfrage den Gewinn gesteigert und Börsianern zufolge die Erwartungen übertroffen. Aktien von HeidelbergCement verzeichneten einen Aufschlag von fast 4 Prozent. Die Bilanz des Zementherstellers ist Händlern zufolge deutlich über den Markterwartungen ausgefallen. Positiv hervorgehoben wurden am Markt unerwartet hohe Kosteneinsparungen.

 

METRO TROTZ ENTTÄUSCHENDER ZAHLEN SEHR FEST - ADIDAS HINKEN HINTERHER

 

    Von Metro (METRO) dagegen gab es enttäuschende Zahlen. Sie trotzdem dem aber mit einem Aufschlag von 5,43 Prozent auf 35,355 Euro. Die Aktie steht auch wegen eines möglichen Verkaufs der Warenhauskette Kaufhof im Blickfeld: Am Vortag wurde bekannt, dass neben dem Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen auch die österreichische Immobilienfirma Signa ein Angebot für die Warenhäuser abgegeben hat. Adidas (adidas) hinkten dem Markt mit einem Plus von 0,95 Prozent hinterher. Börsianer machten hierfür insbesondere Enttäuschung über das China-Geschäft verantwortlich.

 

    Darüber hinaus galt es unter den Nebenwerten zahlreiche Bilanzen zu verarbeiten: Im MDax sackten Rheinmetall-Aktien (Rheinmetall) nach enttäuschend aufgenommenen Zahlen um fast 3 Prozent auf 36,89 Euro ab. Vorzugsaktien von ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media vz) dagegen waren dagegen mit plus 7,20 Prozent der mit Abstand größte Gewinner. Der TV-Konzern bleibt nach einem starken dritten Quartal auf Rekordkurs. Einem Händler zufolge hat der Konzern die Markterwartungen auf allen Ebenen übertroffen und auch einen positiven Start ins vierte Quartal vermeldet.

 

PFEIFFER UND Q-CELLS IM TECDAX BESONDERS STARK BEWEGT

 

    Im TecDax dagegen enttäuschte der Spezialpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum (Pfeiffer Vacuum Technology) mit seinem dritten Quartal und einer gesenkten Jahresprognose. Die Titel sackten um rund 4 Prozent ab. Q-Cells dagegen schnellten als bester Technologiewert um mehr als 13 Prozent hoch. Das Photovoltaik-Unternehmen wird in Brandenburg-Briest Europas größten Solarpark bauen./tih/fat

 

    --- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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