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02.12.2011 12:09

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Aktien Frankfurt: Fest - Regierungserklärung stützt

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Zunehmende Hoffnungen auf eine Lösung in der Schuldenkrise haben dem deutschen Aktienmarkt am Freitag neuen Auftrieb gegeben. Dabei wurden aktuelle Aussagen aus einer Regierungserklärung der Bundeskanzlerin von Börsianern positiv gewertet. Der deutsche Leitindex Dax gewann bis zur Mittagszeit 1,50 Prozent auf 6.126,69 Punkte und ist damit auf Wochensicht auf bestem Wege, ein Plus von rund 12 Prozent zu erzielen. Entscheidend für die Richtung im Dax seien aber die am Nachmittag in den USA anstehenden Arbeitsmarktdaten, hieß es unisono am Markt. "Diese haben eine wesentliche höhere Priorität", kommentierte Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. Der MDAX stieg am Freitag um 1,13 Prozent auf 9.005,45 Punkte und der TecDax rückte um 0,48 Prozent auf 699,52 Punkte vor.

 

     Der Leiter Kapitalmarktanalyse der Baader Bank, Robert Halver, sagte zur Regierungserklärung an diesem Morgen: "Frau Merkel hat die Erwartungen an den Euro-Gipfel Ende der nächsten Woche noch etwas hochgeschraubt." Die Hoffnung, dass die Bundeskanzlerin auf dem EU-Gipfel mehr Lösungsansätze für die Euro-Krise auflisten werde als bisher, wachse zunehmend.

 

    Die Bundeskanzlerin hatte an diesem Morgen unter anderem als Gipfel-Ziel Änderungen der EU-Verträge zur Schaffung einer Fiskalunion genannt. Zudem sagte sie, dass eine "Stabilitätsunion" auf der Tagesordnung stehe und sie hatte angemahnt, dass Regeln eingehalten und Verstöße geahndet werden müssen. Dagegen erteilte die Kanzlerin gemeinsamen Staatsanleihen der Euro-Länder erneut eine klare Absage.

 

BANKENWERTE SEHR FEST AN DAX-SPITZE

 

    Die Spitze im Dax nahmen die Bankenwerte ein, nachdem das "Handelsblatt" aus Kreisen über eine sich abzeichnende Einigung im Streit um den Stresstest berichtet hatte. Die europäische Bankenaufsicht EBA und die 27 nationalen Aufsichtsbehörden hätten sich geeinigt, dass der Test nicht weiter verschärft werden solle. Am 7. und 8. Dezember soll die endgültige Entscheidung fallen. Die Titel der Commerzbank stiegen um 5,17 Prozent auf 1,425 Euro, während die der Deutschen Bank (Deutsche Bank) 3,81 Prozent auf 29,725 Euro gewannen. Die Aareal-Bank-Aktien (Aareal Bank) legten im MDax um etwas mehr als vier Prozent zu.

 

    Sehr fest zeigten sich auch die Titel der Autohersteller nach am Vorabend veröffentlichten US-Absatzzahlen. Vor allem Volkswagen (VW) (Volkswagen vz) sei wieder "beeindruckend erfolgreich" gewesen sowie auch die Marke Mercedes von Daimler , sagte ein Händler. Während der Absatz von VW um 40,7 Prozent und der von Mercedes Benz um 55,2 Prozent stieg, meldete BMW ein Plus von 14,8 Prozent und Porsche einen Rückgang von 6,7 Prozent. Den Daimler-Papieren verhalft dies zu einem Kursplus von 3,10 Prozent, BMW kletterten um 2,28 Prozent und VW um 2,25 Prozent. Porsche gewannen knapp ein Prozent hinzu.

 

THYSSENKRUPP LEGT ÜBERRASCHEND ZAHLEN VOR

 

    Die Aktien von ThyssenKrupp büßten nach vorgezogener Vorlage von Geschäftsjahreszahlen zeitweise mehr als 3 Prozent ein. Bis zur Mittagszeit sanken sie als Dax-Schlusslicht um 1,71 Prozent auf 18,68 Euro. Besonders überraschend in der Bilanz seien Wertberichtigungen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro bei Steel Americas und Stainless Global gewesen, sagten Händler. Negativ wurde zudem ein Artikel im "Handelsblatt" bewertet, in dem es hieß, dass es weiter Probleme beim ThyssenKrupp-Stahlwerk in Brasilien gebe.

 

    Die bevorstehende Aufnahme von ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media vz) in den Dow Jones Global Select Dividend Index verhalf dem Papier des Medienunternehmens zuletzt an die MDax-Spitze, wo sie um knapp fünf Prozent zulegten.

 

    Die Vossloh-Papier (Vossloh) gewannen nach Aussagen des Managements zur Dividende 3,25 Prozent auf 77,82 Euro. Der Verkehrstechnikkonzern will seinen Aktionären wie im Vorjahr 2,50 Euro Dividende zahlen und in den kommenden beiden Jahren wieder auf den Wachstumskurs zurückkehren. Mut macht Konzernchef Werner Andree dabei das dicke Auftragsbuch von voraussichtlich 1,4 Milliarden Euro zum Ende des Jahres. Den in diesem Jahr bereits zwei Mal gesenkten Ausblick bekräftigte der Vorstand./ck/la

 

    --- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---

 

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