27.11.2012 11:55
Bewerten
 (0)

Aktien Frankfurt: Fester nach Einigung auf Griechenland-Hilfen

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag positiv auf die Einigung auf weitere Finanzspritzen für Griechenland reagiert. Gegen Mittag stieg der Dax (DAX) um 0,55 Prozent auf 7.332,01 Punkte. Für den MDAX (MDAX) ging es um 0,40 Prozent auf 11.416,43 Punkte nach oben. Der TecDax (TecDAX) kletterte um 0,65 Prozent auf 835,40 Punkte. Die internationalen Geldgeber verständigten sich grundsätzlich auf die Auszahlung neuer Hilfen an Griechenland von fast 44 Milliarden Euro. Davon sollen 34,4 Milliarden Euro noch im laufenden Jahr fließen. Zudem einigten sich die EU-Finanzminister auf ein Maßnahmenbündel, um die Schuldenlast Griechenlands auf Dauer zu drücken. Dazu gehören ein Programm zum Rückkauf von Schulden, Zinsstundungen für Hilfskredite vom Rettungsschirm EFSF oder längere Darlehenslaufzeiten.

 

    Auch an den wichtigen europäischen Börsen ging es nach oben. Der Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) etwa gewann knapp 0,40 Prozent. Der Kurs des Euro hatte zunächst ebenso von den Griechenland-Entschlüssen profitiert und in der Nacht zum Dienstag kurzzeitig die Marke von 1,30 US-Dollar geknackt. Zuletzt fiel er aber deutlich auf 1,2950 Dollar.

 

'ERLEICHTERUNG AM MARKT', BANKENWERTE TOP IM DAX

 

    Die Griechenland-Beschlüsse sorgten am Markt für Erleichtung, sagte Händlerin Anita Paluch vom Brocker Gekko Markets. Gleichzeitig gab sie aber zu bedenken, dass sich die Politik lediglich etwas mehr Zeit verschafft habe, da es keinen Schuldenschnitt für den angeschlagenen Staat gegeben habe. In den Augen von Gregor Kuhn, Analyst beim Broker IG, dürften nun zusehends die US-Haushaltsverhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten in den Fokus rücken. Sollten sich die beiden Parteien nicht einigen, drohen zum Jahresende automatische Steuererhöhungen und Budgetkürzungen.

 

    Am deutlichsten profitierten Bankenwerte von der Einigung auf weitere Griechenland-Hilfen. Die Aktien der Commerzbank gehörten mit plus 3,41 Prozent zu den größten Gewinnern im Dax, gefolgt von den Papieren der Deutschen Bank (Deutsche Bank). Diese verteuerten sich um 2,62 Prozent. Nach unten ging es hingegen für Lufthansa (Deutsche Lufthansa)-Titel. Sie verloren 0,81 Prozent, nachdem sie am Vortag um fast drei Prozent gestiegen waren und den höchsten Stand Anfang August 2011 erreicht hatten.

 

GSW IMMOBILIEN UND DEUTSCHE WOHNEN PROFITIEREN VON HOCHSTUFUNG, GROßAUFTRAG FÜR NORDEX

 

    Im MDax (MDAX) waren die Titel der Immobiliengesellschaften Deutsche Wohnen und GSW Immobilien mit am stärksten gefragt. Sie verteuerten sich um zwei beziehungsweise drei Prozent. Analystin Bianca Riemer von Morgan Stanley hob beide Immobilientitel auf "Overweight", da sehr geringe Finanzierungskosten neuer Schulden bei Zukäufen besonders deutliche Gewinnsteigerungen zur Folge hätten. Dies habe sie nun in ihrer Bewertung mit geringeren Abschlägen gegenüber dem Buchwert berücksichtigt. MAN-Aktien (MAN) verloren nach schwachen Daten zum Nutzfahrzeugmarkt entgegen dem positiven Markttrend 0,62 Prozent.

 

    Nordex (Nordex) erhielt einen zweiten Auftrag für die Errichtung eines Windparks in Südafrika mit einem Volumen von rund 80 Millionen Euro. Die Papiere verteuerten sich als bester TecDax-Wert um fünf Prozent. Analyst Christoph Rodler vom Hamburger Bankhaus Warburg Research sagte: "Die Aufträge in Südafrika sind für Nordex von erheblicher Bedeutung."/mis/rum

 

    ---Von Michael Schilling, dpa-AFX---

 

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant+
  • Alle+
  • vom Unternehmen5
  • Peer Group
  • ?
Aktie gefragt
Ein überraschender Gewinn der Deutschen Bank im Schlussquartal hat die Anleger erfreut. Auch die Erträge waren besser als von Analysten erwartet. Doch Experten warnen vor verfrühtem Optimismus - die Probleme bleiben.
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
09:36 UhrDeutsche Bank OutperformCredit Suisse Group
09:21 UhrDeutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
26.01.2015Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
26.01.2015Deutsche Bank buyequinet AG
23.01.2015Deutsche Bank HoldCommerzbank AG
09:36 UhrDeutsche Bank OutperformCredit Suisse Group
26.01.2015Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
26.01.2015Deutsche Bank buyequinet AG
23.01.2015Deutsche Bank buyCitigroup Corp.
22.01.2015Deutsche Bank kaufenBankhaus Lampe KG
09:21 UhrDeutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
23.01.2015Deutsche Bank HoldCommerzbank AG
22.01.2015Deutsche Bank neutralWarburg Research
15.01.2015Deutsche Bank NeutralNomura
14.01.2015Deutsche Bank NeutralUBS AG
12.01.2015Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
14.10.2014Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
12.09.2014Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
11.09.2014Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
21.07.2014Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Deutsche Bank AG Analysen
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX um die Nulllinie -- Deutsche Bank schreibt Millionengewinne -- Infineon hebt Ausblick an -- Apple holt Samsung bei Smartphone-Verkäufen ein -- Samsung, Wacker Chemie, Facebook im Fokus

Gazprom-Gewinn bricht ein. Im Januar wieder mehr als 3 Millionen Arbeitslose. Jenoptik rettet schwaches Jahr mit gutem Schlussquartal. Hedgefonds Elliott steigt wohl bei Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki ein. Axel Springer investiert in US-Wirtschaftsnachrichtenseite Business Insider.
Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Hier können Sie ihr Geld anlegen!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

mehr Top Rankings

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?