FRANKFURT (dpa-AFX) - Der
Dax (
DAX) ist am Freitag bei extrem dünnen Umsätzen um seinen Vortagesschluss gependelt. An diesem um dreieinhalb Stunden verkürzten Handelstag legte der Leitindex bis zur Mittagszeit um 0,18 Prozent auf 5.859,13 Punkte zu. Im Verlauf des Jahres büßte er damit rund 15 Prozent ein. Der
MDAX (
MDAX) gewann zum Wochenschluss 0,27 Prozent auf 8.852,00 Punkte und der
TecDax (
TecDAX) rückte um 0,29 Prozent auf 681,70 Punkte vor.
Analyst Stefan de Schutter von der Alpha Wertpapierhandelsbank sprach von einem "lustlosen und zufallsgetriebenen Handel", der sich auch in der ersten Woche des neuen Jahres fortsetzen dürfte. Am Montag nämlich bleiben die Börsen in den USA, Großbritannien, Japan und der Schweiz geschlossen.
COMMERZBANK MIT 70% MINUS IM JAHRESVERLAUF
Erneut waren die Bankenaktien unter den größten Verlierern. Nachrichtenlos sanken die Titel der Deutschen Bank (Deutsche Bank) um 0,90 Prozent und die der Commerzbank um 0,94 Prozent. Seit Jahresbeginn büßten die Anteilsscheine des deutschen Branchenprimus damit etwas mehr als ein Viertel an Wert ein, die der Commerzbank verloren sogar mehr als 70 Prozent.
Die Titel von Merck schnitten hingegen seit Jahresbeginn im Vergleich mit den anderen Dax-Mitgliedern am besten ab und legten um knapp 30 Prozent zu. Fresenius Medical Care verbuchten ein Plus von rund 20 Prozent und die Aktien der Muttergesellschaft Fresenius (Fresenius SECo) ein Plus von immerhin noch etwas mehr als 10 Prozent. Verluste zwischen 40 und 50 Prozent brachten den Anlegern die Aktien von ThyssenKrupp , Lufthansa (Deutsche Lufthansa), RWE und Metro (METRO) ein.
MDAX-VERLUST 2011 RUND 13% - SGL FAVORIT MIT ÜBER 40% PLUS
Im MDax, der im Zwölfmonatsvergleich rund 13 Prozent einbüßte, zählten vor allem SGL Group (SGL Carbon) mit einem Plus von etwas mehr als 40 Prozent und EADS, die um ein Drittel an Wert zulegten, zu den größten Gewinnern. Gerry Weber (GERRY WEBER International) und Südzucker (Suedzucker) gehörten mit Kurszuwächsen über 20 Prozent ebenfalls zu den Favoriten.
Mit Abstand größter Verlierer waren Heidelberger Druckmaschinen mit knapp 70 Prozent Minus, gefolgt von Tui (TUI) mit rund 55 Prozent Verlust. Mehr als 50 Prozent büßten auch Wacker Chemie ein. Zwischen 35 und knapp 50 Prozent liegt der Verlust von Aareal Bank, ProSiebenSat.1 Media (ProSiebenSat1 Media vz), Gildemeister (GILDEMEISTER), Gagfah , Rheinmetall, Wincor Nixdorf und Klöckner & Co (KlöCo) (KloecknerCo). Mehr als 80 Prozent verloren Praktiker, die im September vom MDax in den SDax (SDAX) abgestiegen waren.
Im Technologie-Index waren Freenet im Jahresverlauf mit rund 25 Prozent Wertzuwachs am meisten gefragt, während Q-Cells rund 80 Prozent einbüßten. Zugleich verlor der Index der Technologiewerte in diesem Zeitraum rund 20 Prozent./ck/la
--- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---