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16.01.2012 12:10

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Aktien Frankfurt: Freundlich - Erster Schreck nach S&P-Abstufung lässt nach

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montagmittag trotz des Rundumschlags von Standard & Poor's (S&P) mit freundlicher Tendenz präsentiert. Der Dax (DAX) notierte zuletzt 0,45 Prozent fester auf 6.170,70 Punkten. Der MDAX (MDAX) mittelgroßer Werte gewann 0,21 Prozent auf 9.506,77 Punkte, der TecDax (TecDAX) 0,68 Prozent auf 722,80 Punkte. Die Abstufung von neun Euro-Ländern durch die US-Ratingagentur S&P vom Freitagabend wirkte Händlern zufolge zunächst nur kurz nach. "Nach dem ersten Schreck setzt sich der Eindruck durch, dass es auch hätte schlimmer kommen können", sagte ein Börsianer.

 

    Laut Händlerin Anita Paluch von Gekko Markets wurde dieser Schritt von S&P erwartet. Viel wichtiger sei aber, welche Auswirkung die Herabstufung auf den Rettungsfonds EFSF haben wird. Eine Aufstockung des Rettungsschirms dürfte nun schwieriger und teurer werden, erwartet Paluch. Die Abstufungen könnten einem Händler zufolge erst in den kommenden Tagen ihre volle Wirkung entfalten, wenn Frankreich, Spanien und der EFSF frische Anleihen platzieren.

 

DAIMLER NACH HOCHSTUFUNG GEFRAGT

 

    Unter den Einzelwerten standen Automobilwerte im Fokus, die zu den stärksten Dax-Titeln gehörten. Daimler profitierten von einer Hochstufung durch Goldman Sachs und waren mit plus 2,95 Prozent auf 39,090 Euro Spitzenreiter im Leitindex. BMW gewannen 1,90 Prozent auf 59,56 Euro. HeidelbergCement waren nach negativen Nachrichten eines Konkurrenten Schlusslicht im Dax. Zuletzt sackten die Aktien des Baustoffkonzerns um 3,69 Prozent auf 33,845 Euro ab. Der Schweizer Wettbewerber Holcim hat im vierten Quartal wegen eines Einbruchs des Zementverbrauchs in einigen Regionen der Welt außerordentliche Abschreibungen verbuchen müssen.

 

    Am unteren Ende des Kurstableaus im MDax notierten Heidelberger Druckmaschinen mit einem Verlust von 7,03 Prozent auf 1,600 Euro. Händler verwiesen auf die jüngsten Nachrichten zum insolventen Konkurrenten Manroland, wo das Ringen um die Zukunft des insolventen Druckmaschinenhersteller s vorerst weitergeht. Ein Händler sagte, mit einer Zerschlagung von Manroland sei das Problem der Überkapazitäten kaum aus dem Markt zu bekommen. Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) litten mit minus 1,41 Prozent unter Sorgen über eine Belastung des Rückversicherers durch das Schiffsunglück des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" vor der toskanischen Küste.

 

    Im TecDax (TecDAX) kletterten Kontron um 6,29 Prozent an die Spitze des Technologieindex. Der Hersteller von Minicomputern hat 2011 nach vorläufigen Berechnungen mehr umgesetzt als Experten erwartet hatten./edh/rum

 

    ---Von Eduard Holetic, dpa-AFX---

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