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27.11.2012 14:57

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Aktien Frankfurt: Gewinne - Einigung auf Griechenland-Hilfen stützt

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag positiv auf die Einigung auf weitere Finanzspritzen für Griechenland reagiert. Der Dax (DAX) stieg zuletzt um 0,50 Prozent auf 7.328,22 Punkte. Für den MDAX (MDAX) ging es ebenfalls um 0,50 Prozent auf 11.428,64 Punkte nach oben. Der TecDax (TecDAX) kletterte um 0,61 Prozent auf 835,07 Punkte. Die internationalen Geldgeber verständigten sich nach wochenlangem Gefeilsche auf die Auszahlung von neuen Milliardenkrediten. Außerdem wird dem pleitebedrohten Land mit einem Maßnahmenbündel geholfen, um langfristig die Schuldenlast zu drücken. Auf die jüngsten US-Daten zum Auftragseingang langlebiger Güter reagierte der deutsche Aktienmarkt kaum.

 

    Auch an den wichtigen europäischen Börsen ging es nach oben. Der Kurs des Euro profitierte von den Griechenland-Entschlüssen allerdings nur temporär, nachdem er in der Nacht zum Dienstag kurzzeitig die Marke von 1,30 US-Dollar übersprungen hatte.

 

'ERLEICHTERUNG AM MARKT', 'GRIECHENLAND ABER NICHT VOM TISCH'

 

    Marktstratege Ishad Siddiqi von ETC Capital sprach von einer Erleichterung am Aktienmarkt, wenngleich die Resultate der Verhandlungen weitgehend eingepreist gewesen seien. Allerdings mache sich das Gefühl breit, dass dem angeschlagenen Griechenland vorerst nur Zeit erkauft worden sei. Das Thema "Griechenland" sei auf lange Sicht nicht vom Tisch. Kurzfristig dürfte sich der Blick nun allerdings auf die US-Haushaltsverhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten richten. Sollten sich die beiden Parteien nicht einigen, drohen zum Jahresende automatische Steuererhöhungen und Budgetkürzungen.

 

    Positiv reagierten vor allem Bankenwerte auf die neuen Hilfsmaßnahmen für Athen. Die Aktien der Deutschen Bank (Deutsche Bank) gehörten mit plus 2,44 und die Papiere der Commerzbank mit einem Aufschlag von 1,85 Prozent zu den größten Gewinnern im Dax. Zu den wenigen Verlieren zählten die Lufthansa (Deutsche Lufthansa)-Titel. Sie verloren 0,27 Prozent. Am Vortag waren sie allerdings um fast drei Prozent gestiegen und hatten den höchsten Stand seit Anfang August 2011 erreicht.

 

GSW IMMOBILIEN UND DEUTSCHE WOHNEN PROFITIEREN VON HOCHSTUFUNG, GROSSAUFTRAG FÜR NORDEX

 

    Im MDax waren die Titel der Immobiliengesellschaften Deutsche Wohnen und GSW Immobilien mit am stärksten gefragt. Sie verteuerten sich um 2,16 beziehungsweise 3,53 Prozent. Analystin Bianca Riemer von Morgan Stanley stufte beide Papiere auf "Overweight" hoch, da sehr geringe Finanzierungskosten neuer Schulden bei Zukäufen besonders deutliche Gewinnsteigerungen zur Folge hätten. MAN-Aktien (MAN) verloren nach eher schwachen Daten zum europäischen Nutzfahrzeugmarkt ein halbes Prozent.

 

    Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex erhielt einen zweiten Auftrag für die Errichtung eines Windparks in Südafrika mit einem Volumen von rund 80 Millionen Euro. Die Papiere verteuerten sich im TecDax zuletzt um knapp drei Prozent, nachdem sie in der Spitze um sechs Prozent nach oben geschnellt waren. Analyst Christoph Rodler vom Hamburger Bankhaus Warburg Research sagte: "Die Aufträge in Südafrika sind für Nordex von erheblicher Bedeutung. Dem Windkraftanlagenbauer dürfte es nun gelingen, beim Auftragseingangs für 2012 den oberen Bereich der angepeilten Spanne von 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro zu erreichen./mis/ajx

 

    ---Von Michael Schilling, dpa-AFX---

 

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