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09.01.2012 15:09

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Aktien Frankfurt: Leichter - Vorsicht wegen Schuldenkrise

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX) hat am Montag auch nach jüngsten Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy keine klare Richtung eingeschlagen. Der vergangene Woche stark ins neue Jahr gestartete Leitindex pendelte bis zum Nachmittag in einer vergleichsweise engen Spanne zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten - zuletzt standen minus 0,14 Prozent auf 6.049,43 Punkte zu Buche. Der MDAX (MDAX) mittelgroßer Werte fiel um 0,43 Prozent auf 9.176,45 Punkte und der Auswahlindex für Technologiewerte TecDax (TecDAX) verlor 0,39 Prozent auf 710,27 Punkte.

 

    Die Verhandlungen über den Euro-Fiskalpakt kommen Bundeskanzlerin Merkel zufolge gut voran und sollten spätestens im März unter Dach und Fach sein. Zudem wollen Deutschland und Frankreich der EU-Kommission demnächst Vorschläge für mehr Wachstum und Beschäftigung in Europa vorlegen. Den Aussagen war laut Marktanalyst Wolfgang Duwe von der Bremer Landesbank aber nichts Neues zu entnehmen: "Anleger warten die weitere Entwicklung in der Eurozone ab. Das Börsenumfeld bleibt politisch geprägt." Im Wochenverlauf dürften vor allem Anleiheauktionen in Spanien und Italien kritisch beäugt werden. Im Fokus steht zudem die anlaufende Berichtssaison in den USA, die am Abend traditionell vom US-Aluminiumkonzern Alcoa eröffnet wird.

 

AUTOWERTE MIT DETROIT AUTO SHOW IM BLICK

 

    Unter den Einzelwerten rückten angesichts der in den USA beginnenden Automesse Detroit Auto Show vor allem die Autowerte in den Fokus. BMW-Aktien (BMW) waren mit plus 3,10 Prozent auf 57,27 Euro der Favorit im Leitindex Dax: Der bayerische Premium-Hersteller hat im vergangenen Jahr einen neuen Verkaufsrekord erzielt. Außerdem haben die Experten der Schweizer Großbank Credit Suisse die Titel auf ihre "European Focus List" aufgenommen.

 

    Ferner legten Daimler 1,77 Prozent zu: Der Autobauer treibt seinen Vormarsch auf dem US-Markt durch eine tiefergehende Allianz beim Motorenbau mit der französisch-japanischen Renault-Nissan (Nissan Motor) voran. Die Vorzüge von Volkswagen (Volkswagen vz) legten als ein weiteres Branchenpapier 0,56 Prozent zu. Der größte europäische Autokonzern hat sein weltweites Absatzziel für 2011 erreicht und will seine Verkäufe in den USA in diesem Jahr auf mehr als eine halbe Million Wagen steigern.

 

HEIDELCEMENT VON STUDIE BELASTET

 

    Nach einem Vorstands-Interview mit der "Börsen-Zeitung" waren indes die Adidas-Aktien (adidas) mit einem Anstieg um 2,55 Prozent zweitbester Dax-Wert. Börsianer konnten allerdings nicht viel Neues in den Aussagen von Finanzchef Robin Stalker ausmachen. Darüber hinaus bewegten einige Analystenstudien die Kurse: SAP-Aktien (SAP) gewannen 1,15 Prozent hinzu, nachdem sich Barclays-Analyst (Barclays) Gerardus Vos zuvor in einem aktuellen Kommentar vergleichsweise zuversichtlich für das vierte Quartal geäußert hatte. Die rote Laterne hielten dagegen die Aktien von HeidelbergCement mit einem Minus von 3,46 Prozent auf 32,61 Euro. Die Experten der Citigroup hatten die Papiere in einer Branchenstudie wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten in Europa abgestuft.

 

    Besser erging es nach einer Sektorstudie von Merrill Lynch den im MDax notierten Immobilienwerten: Aktien von Deutsche EuroShop profitierten mit plus 2,23 Prozent von einer Hochstufung durch die US-Bank. Gemeinsam mit GSW Immobilien , die 1,05 Prozent zulegten, werden die Titel von Analyst Bernd Stahli als besonders defensiver Wert in der wenig optimistisch eingeschätzten Branche angesehen.

 

    Im TecDax zeigte vor allem der Solarsektor Schwäche: Händler verwiesen auf einen Bericht der "Financial Times Deutschland", demzufolge der Branche ein drastischer Subventionsabbau droht. Q-Cells waren mit minus 3,28 Prozent der größte Verlierer, gefolgt von Centrotherm (centrotherm photovoltaics) mit Abgaben von fast 2,5 Prozent./tih/fat

 

    --- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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