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03.08.2012 15:07

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Aktien Frankfurt: Nach US-Jobdaten weiter deutlich im Plus

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Aktienindizes haben am Freitag ihre kräftigen Kursgewinne nach Veröffentlichung von US-Arbeitsmarktdaten verteidigt. Der Dax (DAX) stieg zuletzt um 2,39 Prozent auf 6.763,75 Punkte, nachdem er in der Spitze mit 6.793 Punkten wieder auf Tuchfühlung zur 6.800-Punkte-Marke gegangen war. Der MDAX (MDAX) rückte um 1,91 Prozent auf 10.878,96 Punkte vor, und für den TecDax (TecDAX) ging es um 1,32 Prozent hoch auf 783,69 Punkte. "Zum Wochenausklang stehen die Weichen nun auf Erholung", sagte IG-Markets-Experte Gregor Kuhn.

 

    In den USA wurden im Juli deutlich mehr Jobs geschaffen als erwartet. Im Monatsvergleich stieg die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 163.000 Stellen. Volkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs um 100.000 Stellen gerechnet. "Das Tempo des Stellenaufbaus sei im Juli stärker als erwartet gestiegen", schrieben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in einer aktuellen Einschätzung. Dennoch könne die Beschäftigungsentwicklung weiter nur als moderat bezeichnet werden.

 

ALLIANZ-ZAHLEN KOMMEN GUT AN

 

    Hierzulande ging die Berichtssaison mit gedrosseltem Tempo weiter. Positiv aufgenommene Quartalszahlen der Allianz brachten den Aktien des Versicherers ein Kursplus von 4,74 Prozent. Der Finanzkonzern verdiente ein Jahr nach den großen Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen wieder deutlich mehr und sieht sich auf Kurs für das Gesamtjahr. Ein Börsianer lobte die Gewinnseite, die die Analystenerwartungen übertroffen habe. Positiv sei zudem der unveränderte Ausblick. Commerzbank-Analyst Roland Pfänder schrieb, das zweite Quartal habe seine optimistischen Prognosen genau erfüllt. Die Schaden/Kosten-Quote sei wegen höherer Rückstellungen für die Hochwasser-Schäden in Thailand allerdings schwächer ausgefallen als von ihm und vom Markt erwartet.

 

BANK-AKTIEN ERHOLT

 

    Die am Vortag nach der EZB-Pressekonferenz eingebrochenen Aktien von Banken erholten sich deutlich. So arbeiteten sich die Titel der Deutschen Bank (Deutsche Bank) am Nachmittag mit plus 5,56 Prozent an die Dax-Spitze vor. Die Titel der Commerzbank gewannen 4,76 Prozent. Ein angekündigter Aktienrückkauf trieb die Siemens-Papiere (Siemens) mit einem Aufschlag von 4.57 Prozent in die Höhe. Die Papiere von Daimler verteuerten sich um 1,38 Prozent. Der Autobauer muss nach fast drei Jahren Wachstum am Stück im Juli aber erstmals rückläufige Pkw-Verkäufe gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnen.

 

    Die Einigung im Datenklau-Streit zwischen SAP und Oracle nutzte den Aktien der Walldorfer Software-Firma zunächst nichts. Ihr Minus vom Vormittag wandelten sie zuletzt aber doch in ein deutliches Plus von 1,15 Prozent um. Die Tatsache, dass SAP in dem Streit nicht länger Ressourcen binde, sei erfreulich, schrieb Analyst Oliver Finger von der DZ Bank.

 

    In den oberen MDax-Rängen stiegen die Continental-Papiere (Continental) gestützt auf positive Analystenkommentare nach den Zahlen und der Prognoseanhebung vom Vortag um 4,66 Prozent auf 78,84 Euro. Damit notierten die Titel des Reifenkonzerns auf dem höchsten Stand seit Juni 2008. Gleich mehrere Analysten hatten ihre Kursziele für Conti erhöht. Für die Anteilscheine von ElringKlinger ging es nach Zahlen zuletzt nur noch um magere 0,09 Prozent aufwärts, nachdem sie in der Spitze um mehr als 4 Prozent zugelegt hatten. Der Autozulieferer lag laut der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mit dem Ergebnis zum zweiten Quartal leicht über den Markterwartungen. Indem die Auftragseingänge deutlich zugelegt hätten, sei weiteres Wachstum vorgezeichnet, schrieb LBBW-Analyst Frank Biller.

 

SINGULUS IM TECDAX ABGESCHLAGEN

 

    Im TecDax sackten die Titel von Singulus (Singulus Technologies) nach Zahlen mit minus 10,93 Prozent an das Index-Ende. Die DZ Bank bezeichnete die vorgelegten Eckdaten des Spezialmaschinenbauers als schwach. Equinet stufte die Aktien von "Hold" auf "Sell" ab und senkte das Kursziel von 2,60 auf 1,70 Euro./ajx

 

    --- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

 

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