21.12.2012 14:57
Bewerten
 (0)

Aktien Frankfurt: Schwächer - Budgetverhandlungen in den USA stocken

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Der Dax (DAX) hat am Freitag seine Jahresendrally vorerst unterbrochen. Für den Leitindex ging es am frühen Nachmittag um 0,65 Prozent nach unten auf 7.622,24 Punkte. Die stockenden Haushaltsverhandlungen in den USA hatten den Dax am letzten Handelstag vor dem Weihnachtsfest ebenso belastet wie die erneut aufflammende Schuldenkrise in Europa. Beim MDAX (MDAX) stand ein Abschlag von 0,82 Prozent auf 11.970,67 Punkte zu Buche. Der TecDax (TecDAX) sank um 0,66 Prozent auf 833,94 Punkte.

 

    Die Chancen auf eine rechtzeitige Einigung zur Umschiffung der zum Jahresende drohenden "Fiskalklippe" sind in der Nacht abrupt gesunken. Ein Kompromiss zwischen den beiden großen Parteien der USA wird laut Händler Markus Huber vom Broker ETX Capital immer unwahrscheinlicher, zumal innerhalb der republikanischen Partei kein klarer Wille zur Einigung in Steuerfragen erkennbar sei.

 

S&P SENKT ERNEUT KREDITWÜRDIGKEIT ZYPERNS

 

    Darüber hinaus rückte die europäische Schuldenkrise einmal mehr stärker ins Blickfeld, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit Zyperns erneut gesenkt hatte. Auch aus Deutschland kamen keine guten Nachrichten: Die Stimmung der Verbraucher hierzulande hat sich weiter eingetrübt. Das diesjährige Weihnachtsgeschäft werde davon zwar nicht mehr betroffen sein, meinte Investmentanalyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg. Auf das kommende Konsumjahr werfe die zunehmende Skepsis der Verbraucher aber kein allzu helles Licht.

 

    Der große Verfall an den Terminmärkten, der so genannte "Hexensabbat", indes wirkte sich Händlern zufolge kaum auf die Kurse aus. Vom "großen Verfall" sprechen Börsianer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf den gleichen Tag fällt.

 

BANKENWERTE SEHR SCHWACH

 

    Finanzwerte litten besonders unter dem festgefahrenen Haushaltsstreit in den USA. So verloren die Aktien der Deutschen Bank (Deutsche Bank) 2,64 Prozent und die der Commerzbank 3,95 Prozent. Dabei hätten gerade Bankentitel von der Erwartung einer rechtzeitigen Einigung profitiert, sagten Börsianer.

 

    Unter den wenigen Gewinnern am Markt stiegen die Papiere von Adidas (adidas) um 0,27 Prozent. Der US-Sportartikelhersteller Nike war im zweiten Geschäftsquartal auf Wachstumskurs geblieben und dies hat Börsianern zufolge auch den Papieren der Herzogenauracher geholfen. Die Bestellungen der Händler bei Nike deuteten auf ein voraussichtlich sehr starkes US-Geschäft für die weltweit führenden Sportartikelhersteller im kommenden Jahr hin, schrieb Analyst Herbert Sturm von der DZ Bank in einer Analyse.

 

STUDIE HILFT INFINEON AN DIE DAX-SPITZE

 

    Favorit im Dax waren die Titel des Halbleiterkonzerns Infineon (Infineon Technologies) mit einem Aufschlag von 1,53 Prozent auf 6,284 Euro. Händler verwiesen auf einen positiven Analystenkommentar von JPMorgan als Antrieb. Die US-Bank begründete die Einschätzung mit einer Bodenbildung bei den Gewinnerwartungen des Marktes. Sie dürften das Schlimmste hinter sich haben und kaum weiter sinken - es gebe somit keinen Grund mehr, an der Seitenlinie zu verharren, schrieb der Experte Sandeep Deshpande, der sein Kursziel für die Titel auf neun Euro verdoppelte.

 

    Die im TecDax gelisteten Papiere von SMA Solar (SMA Solar Technology) zogen nach einem Zukauf in China um 2,57 Prozent an. Commerzbank-Analystin Lauren Licuanan sieht die Transaktion positiv, da der hessische Solartechnikhersteller auf diesem Wege einen Fuß in den chinesischen Markt und die Vertriebskanäle bekomme./la/ajx

 

    --- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

 

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant9
  • Alle+
  • vom Unternehmen2
  • Peer Group
  • ?
Sorgen um Kapitalpolster
Belastet von hohen Kosten ist der Gewinn der Deutschen Bank im zweiten Quartal unerwartet stark eingebrochen. Der Sparkurs greift noch nicht.
02:59 Uhr

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15:01 UhrDeutsche Bank UnderperformBNP PARIBAS
14:06 UhrDeutsche Bank neutralBarclays Capital
14:01 UhrDeutsche Bank NeutralUBS AG
13:56 UhrDeutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
12:31 UhrDeutsche Bank Sector PerformRobert W. Baird & Co. Incorporated
10:56 UhrDeutsche Bank buyKepler Cheuvreux
25.07.2016Deutsche Bank kaufenBankhaus Lampe KG
20.07.2016Deutsche Bank buyKepler Cheuvreux
20.06.2016Deutsche Bank overweightJP Morgan Chase & Co.
14.06.2016Deutsche Bank kaufenBankhaus Lampe KG
14:06 UhrDeutsche Bank neutralBarclays Capital
14:01 UhrDeutsche Bank NeutralUBS AG
13:56 UhrDeutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
12:31 UhrDeutsche Bank Sector PerformRobert W. Baird & Co. Incorporated
27.07.2016Deutsche Bank HaltenDZ-Bank AG
15:01 UhrDeutsche Bank UnderperformBNP PARIBAS
12:26 UhrDeutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
27.07.2016Deutsche Bank VerkaufenIndependent Research GmbH
27.07.2016Deutsche Bank SellS&P Capital IQ
22.07.2016Deutsche Bank VerkaufenIndependent Research GmbH
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- Dow schließt stabil -- Anlagenbau drückt auf Linde-Bilanz -- VW steigert bereinigte Marge -- adidas erhöht Jahresprognose -- Dialog Semiconductor, Facebook, GoPro im Fokus

Amazon übertrifft Markterwartungen deutlich. Alphabet meldet kräftiges Umsatzwachstum im zweiten Quartal. Oracle will NetSuite für 9,3 Milliarden Dollar kaufen. K+S-Konkurrent Potash kappt Prognose erneut. Wie der Facebook-Chef in einer Stunde drei Milliarden Dollar reicher geworden ist. SÜSS Microtec erwartet weniger Aufträge.
Diese Firmen sind innovativ
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wo hat man am meisten Urlaub?
Rohstoff-Performer im ersten Halbjahr 2016
DAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
Welche deutsche Stadt ist bereit für die Zukunft?
TecDAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Was ist Ihre Meinung zu selbstfahrenden Autos?