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19.01.2012 14:58

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Aktien Frankfurt: Starke US-Bankenzahlen treiben Dax ins Plus

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Starke Zahlen aus dem US-Bankensektor haben dem Dax (DAX) am Donnerstag Auftrieb gegeben. Am Nachmittag notierte der lange Zeit richtungslose deutsche Leitindex 1,00 Prozent fester bei 6.417,96 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit Ende Oktober. Seit Jahresbeginn hat das Börsenbarometer damit fast neun Prozent hinzugewonnen. Der MDAX (MDAX) der mittelgroßen Werte gewann 0,91 Prozent auf 9.841,10 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax (TecDAX) rückte um 1,10 Prozent auf 752,42 Punkte vor.

 

    Sowohl die Bank of America als auch Morgan Stanley hätten auf den ersten Blick klar positiv überrascht, was die Bankenwerte und mit ihnen den Dax weiter anschiebe, hieß es von Experten. Die treibenden Kräfte für die europäischen Aktienmärkte seien die bisher eher vernachlässigten Finanzwerte, die auch von gut verlaufenen Staatsanleihen-Auktionen in Spanien und Frankreich profitierten, sagte Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. "Nach den eher verhaltenen Zahlen etwa der Citigroup hatte man mit Argusuagen auf Morgan Stanley geschaut." Damit steige die Chance, dass der Finanzsektor vorerst aus dem "Tal der Tränen" heraus sei. Der Dax hat unterdessen noch mit dem Hoch von Ende Oktober bei 6.430 Punkten und der 200-Tage-Linie als Widerstand zu kämpfen.

 

COMMERZBANK SPRINGEN HOCH DANK KAPITALPLAN

 

    Im europaweit freundlichen Branchenumfeld honorierten die Commerzbank-Aktien (Commerzbank) den vorgelegten Kapitalplan mit einem Kurssprung von 14,60 Prozent auf 1,617 Euro. Die Bank will ihre Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro aus eigener Kraft schließen. Damit hätte Bankchef Martin Blessing sein wichtigstes Ziel erreicht, ohne weitere staatliche Hilfen auszukommen. "Die Aussagen entsprechen ziemlich genau dem, was in der Presse in den letzten Tagen geschrieben worden war", sagte Analyst Christoph Schmidt vom Asset Manager N.M.F. AG in einer ersten Einschätzung. Die Nachricht sei daher keine Überraschung, schaffe aber Klarheit. "Die Dinge entwickeln sich zweifellos gut für die Commerzbank", lautete das positive Fazit von Markus Huber, Händler bei ETX Capital.

 

    Die Aktien der Deutschen Bank (Deutsche Bank) waren ebenfalls Nutznießer der guten Stimmung im Finanzsektor. Sie bekamen von den starken Zahlen der US-Konkurrenz einen weiteren Schub und stiegen um 9,82 Prozent auf 32,890 Euro. Die Aktien der Allianz wurden davon gestützt, dass die Commerzbank nun wohl ohne die Hilfe des Versicherers auskommt, und gewannen 4,36 Prozent.

 

HOCHSTUFUNG TREIBT LUFTHANSA - VERSORGER SCHWACH

 

    Eine positive Studie ließ die Aktien der Lufthansa (Deutsche Lufthansa) um 4,89 Prozent steigen. Das Bankhaus HSBC stufte sie auf "Overweight" hoch. Das Geschäft werde im neuen Jahr für alle europäischen Fluggesellschaften schwierig, die Lufthansa sei allerdings der defensivste unter den Netzwerk-Carriern, schrieb Analyst Robin Byde. Händler verwiesen auch auf das weiter verbesserte Chartbild. Beim Stahlkonzern ThyssenKrupp, dessen Aktien zunächst durch negative Analystenkommentare belastet worden waren, sorgte ein Bericht über den möglichen Verkauf von Werken in Brasilien sowie im US-Bundesstaat Alabama für Kursgewinne von 3,60 Prozent. Dagegen litten die Papiere der Energiekonzerne RWE und Eon unter Sorgen um das Gasgeschäft und verloren 2,25 beziehungsweise 1,37 Prozent.

 

    Im MDax ging es für die Papiere von Aurubis nach gemischten Zahlen um 1,92 Prozent auf 41,665 Euro hoch. Der Kupferkonzern bleibt nach einem Umsatz- und Gewinnsprung im Geschäftsjahr 2010/2011 (Ende September) trotz der Konjunkturabkühlung zuversichtlich. Analysten hatten im Schnitt insgesamt eine etwas schwächere Entwicklung erwartet. Das Urteil bei Händlern fiel indes uneinheitlich aus. Vor allem den Ausblick werteten sie als "sehr vorsichtig"./gl/edh

 

    --- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

 

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