NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten US-Indizes dürften sich am Donnerstag etwas von ihrem Vortagesrutsch erholen. Das vorläufige Ende der politischen Hängepartie in Griechenland sowie die Entspannung am italienischen Anleihemarkt sorgten laut Marktexperten für Beruhigung. Der Future auf den
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) stieg gut eine halbe Stunde vor dem Handelsbeginn um 1,10 Prozent. Am Vortag war der Leitindex noch um mehr als drei Prozent abgerutscht. Der Future auf den
Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) gewann vorbörslich 1,13 Prozent.
Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias beauftragte Lucas Papademos, den früheren Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), mit der Bildung einer neuen Regierung. Sie soll am Freitag vereidigt werden und wird von den großen Parteien im Parlament unterstützt. Damit ging ein fünftägiges Tauziehen um die Nominierung des neuen Ministerpräsidenten zu Ende. Die wieder rückläufigen italienischen Anleiherenditen führten Beobachter darauf zurück, dass sich hier eine Übergangsregierung unter dem früheren EU-Kommissar Mario Monti abzeichnet.
Vor allem die am Mittwoch arg gebeutelten Bankenwerte konnten sich schon vorbörslich erholen: Für Bank of America und JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) ging es um 3,08 beziehungsweise 1,72 Prozent nach oben. Derweil profitierten die Titel von ExxonMobil (Exxon Mobil) und Chevron mit festen Notierungen von den steigenden Ölpreisen.
Die Aktien von Cisco (Cisco Systems) zogen nach Zahlen sogar um mehr als sieben Prozent an. Der Netzwerk-Ausrüster hat zwar weiter mit seinem Umbau zu kämpfen und musste im ersten Geschäftsquartal erneut einen Gewinnrückgang hinnehmen. Dieser fiel aber geringer aus als von Analysten erwartet. Zudem ist ein Ende der hohen Belastungen in Sicht. "Wir haben den Großteil unserer Restrukturierung abgeschlossen", sagte Firmenchef John Chambers. Außerdem zog die Nachfrage nach Geräten für den Datenverkehr her, sogenannte Router und Switches - dies zeigte der fünfprozentige Umsatzanstieg./gl/ag