NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street dürfte am Mittwoch zunächst einmal an ihre kleine Serie von zuletzt drei Gewinntagen in Folge anknüpfen. Die US-Anleger werden sich Marktbeobachtern zufolge wohl an den guten Vorgaben aus Europa orientieren, wo die Börsen wiederum freundlich auf die Ergebnisse der letzten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank (Fed) reagiert hatten. Insofern gewann der Future auf den
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart 0,83 Prozent. Der Future auf den Technologiewerte-Auswahlindex
Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) legte um 0,86 Prozent zu.
Einige Mitglieder des Fed-Gremiums hatten sich für ein entschlosseneres Vorgehen zur Stützung der Konjunktur ausgesprochen. Zudem reagierten die Investoren Händlern zufolge erleichtert auf die Stärkung des Euro-Rettungsfonds EFSF durch die deutsche Bundesregierung. Das Kabinett hatte eine Änderung des Stabilisierungs-Gesetzes gebilligt, mit dem zusätzliche Befugnisse des Rettungsschirms und ein höheres Ausleihvolumen für Notkredite national umgesetzt werden.
Die aktuellen US-Konjunkturdaten aber gaben kaum Anlass zur Freude: Die Beschäftigung im Privatsektor war im August etwas schwächer gestiegen als erwartet. Kurz nach Handelsbeginn dürften der Chicago Einkaufsmanagerindex und die Auftragseingänge für die Industrie die Richtung am Aktienmarkt bestimmen.
Unter den Einzelwerten sollten Anleger die Titel von Lions Gate (Lions Gate Entertainment) im Blick behalten. Der US-Investor Carl Icahn gibt im Kampf um die Macht bei dem Filmstudio auf und will sich stattdessen voll auf seine Pläne beim Reinigungsmittelhersteller Clorox konzentrieren. Wie Icahn in der Nacht zum Mittwoch mitteilte, stimmte er zu, seine Aktien an Lions Gate zum Preis von 7 US-Dollar das Stück zu verkaufen. Die Papiere des Filmstudios sackten daraufhin im vorbörslichen US-Handel um mehr als 5 Prozent ab, wohingegen sich die Clorox-Titel kaum von der Stelle bewegten.
Der bei der Konkurrenz nicht gerade beliebte Softwareriese Oracle wird indes laut "Wall Street Journal" von US-Behörden verdächtigt, im Ausland geschmiert zu haben, um an Aufträge zu gelangen. Sollten sich die Verdächtigungen bewahrheiten, kann das teuer werden für Oracle. Der Konzern wollte sich zunächst nicht äußern. Die Oracle-Aktien verloren vorbörslich gegen den freundlich erwarteten Markt etwa 0,8 Prozent.
Auch Analystenkommentare könnten für Bewegung sorgen. Die UBS hatte die Aktien der Hausbauer Lennar und D.R. Horton (DR Horton) zum Kauf empfohlen./la/he