NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte dürften nach dem verlängerten Neujahrs-Wochenende am Dienstag fest in den ersten Handelstag des neuen Jahres starten. Gemeinhin erwarten die Anleger mit den Daten zum Einkaufsmanagerindex des Instituts of Supply Chain Management (ISM) weiterhin positive Nachrichten von der Konjunktur des Landes. Auch in den Staaten wird der Handel eher ruhig erwartet, die Börsianer gehen weiter von eher geringen Umsätzen in der ersten Handelswoche aus. Die Konjunkturdaten könnten daher die Kurse stützen.
Gut eine dreiviertel Stunde vor Handelsstart lag der Future auf den Dow Jones Industrial (Dow Jones) mit 1,58 Prozent im Plus und deutete damit eine feste Eröffnung an. Der Kontrakt auf den Nasdaq 100(NASDAQ 100) zeigte mit 1,59 Prozent Plus ebenfalls eine stärkere erste Notierung im neuen Jahr an.
Bereits in Asien hatten positive Konjunkturdaten aus China und Indien durchweg für Gewinne an den am Dienstag geöffneten Börsen gesorgt. In den USA soll der ISM-Index die in der jüngeren Vergangenheit meist besser als erwartet ausgefallenen Daten nun bestätigen. Dabei merken einige Analysten aber bereits an, dass die Erwartungen an die Daten zu hoch ausgefallen sein könnten und daher auch eine Enttäuschung in Betracht gezogen werden müsse. Um 16.00 Uhr werden die Daten bekanntgegeben. Ebenfalls auf dem Plan stehen auch die Daten zu den Bauausgaben.
Die Aktien von Chesapeake Energy konnten vorbörslich deutlich vom Verkauf eines Gasfeld-Anteils profitieren. Der US-Konzern hatte mitgeteilt, dass er für 2,32 Milliarden US-Dollar (1,79 Mrd Euro) einen Anteil an dem Gasfeld Utica im Osten des US-Bundesstaates Ohio an den französischen Ölkonzern Total (TOTAL) verkaufen will. Die Aktionäre der Franzosen konnten sich hingegen nicht über einen Kursanstieg freuen: Die Papiere gaben zuletzt mit 0,35 Prozent etwas weniger nach als der schwache Pariser Markt.
Die Titel von Halliburton gerieten vorbörslich mit 2,58 Prozent Verlust unter Druck. Der britische Ölkonzern BP verklagt den Erdöldienstleister auf 20 Milliarden Dollar Schadenersatz. BP und Halliburton streiten sich darüber, wer an der Ölpest im Golf von Mexiko im Jahr 2010 die Hauptschuld trägt. Bei den Vorwürfen gegen Halliburton geht es darum, dass das Bohrloch auf dem Meeresgrund nicht sachgemäß abgedichtet und dabei möglicherweise minderwertiger Zement verwendet worden sei.
Aktionäre von LDK Solar durften sich bereits vor dem Handelsstart über deutliche Kursanstiege freuen: Nachdem das Unternehmen beim deutschen Konkurrenten Sunways einsteigen will, legten die Papiere in New York vorbörslich um zuletzt 2,39 Prozent zu.
Die Aktien von ExxonMobil (Exxon Mobil) gewannen 1,20 Prozent. Der Staat Venezuela war zwar in einem Rechtsstreit mit dem Ölkonzern unterlegen, muss aber nach eigenen Angaben vom Montag lediglich 255 Millionen Dollar statt der ursprünglichen 900 Millionen an die US-Firma zahlen.
Boeing (Boeing) gewannen vorbörslich rund anderthalb Prozent. Der Flugzeugbauer aus Seattle behält einen Sieben-Jahres-Auftrag von rund 3,5 Milliarden Dollar, der Bestandteil des US-Abwehrschildes gegen Interkontinentalraketen ist./men/gl