NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt wird gestützt vom Arbeitsmarktbericht am Freitag fester erwartet. Die Arbeitslosenzahlen des Berichts für Dezember waren besser als erwartet ausgefallen und hatten damit die überraschend guten Zahlen des privaten ADP-Instituts vom Vortag bestätigt. Der Future auf den
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) lag eine gute dreiviertel Stunde vor Handelsstart mit 0,58 Prozent im Plus. Damit könnte der Leitindex der New Yorker
Börse die erste Handelswoche im neuen Jahr mit einem Kursgewinn abschließen - bislang steht ein Kursplus von 1,62 Prozent unter dem Strich. Der Kontrakt auf den Auswahlindex
Nasdaq 100(
NASDAQ 100) deutete mit 0,49 Prozent Aufschlag ebenfalls eine freundliche Eröffnung an.
Die US-Wirtschaft hat im Dezember nach Daten des Arbeitsmarktberichts für Dezember 200.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Ökonomen hatten nach revidierten 100.000 Stellen im Vormonat lediglich rund 155.000 neu geschaffene Stellen im Dezember erwartet. Die Arbeitslosenquote fiel mit 8,5 Prozent ebenfalls besser als erwartet aus. Im Vormonat hatte die Quote revidiert 8,7 Prozent betragen.
Die Aktien des weltgrößten Aluminiumproduzenten Alcoa waren bereits am Donnerstag nachbörslich unter Druck geraten. Der Konzern hatte mitgeteilt, wegen sinkender Aluminium- und steigender Rohstoffpreise seine Produktion zu drosseln. Durch die Schließung eines Werks und Kürzungen an anderen Standorten soll die Kapazität in der Aluschmelze um 12 Prozent sinken. Auch vor Handelsbeginn am Freitag waren die Anleger nicht begeistert: 2,56 Prozent büßte das Papier zuletzt ein, nachdem die Anteile in dieser Woche bislang um 8,21 Prozent zugelegt hatten.
Bank of America (Bank of America) können die feste Tendenz der vergangenen Tage am Freitag voraussichtlich nicht fortsetzen. Nachdem am Donnerstag Spekulationen um eine mögliche Stützung des US-Immobilienmarktes durch die Regierung den Aktien zu einem Sprung von über acht Prozent nach oben verholfen hatten, ging es am Freitag vorbörslich wieder um 1,11 Prozent herunter. Unter dem Strich steht allerdings im Verlauf der Woche bislang ein deutliches Plus von 13,49 Prozent.
Die Aktien der Family Dollar Stores reihten sich in die schwachen Einzelhändlerwerte vom Vortag ein. Auch beim Discount-Händler waren die Umsätze im vierten Geschäftsquartal mit 2,15 Milliarden Dollar schwächer als erwartet ausgefallen, was die Anteile der Kette vor Handelsbeginn um 2,35 Prozent absacken ließ.
Einen regelrechten Absturz erlitten die Titel von RF Micro Devices vor dem Handelsstart. Der Hersteller von Mikrochips erwartet im dritten Geschäftsquartal statt bisher 250 Millionen Dollar nur noch 225 Millionen Dollar Umsatz. Die Aktien brachen um 19,86 Prozent ein./men/gl