NEW YORK (dpa-AFX) - Der amerikanische Aktienmarkt dürfte freundlich in die zweite Handelswoche des Jahres starten. Der Future auf den
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) lag am Montag eine gute dreiviertel Stunde vor Handelsbeginn mit 0,17 Prozent im Plus. In der Vorwoche hatte der Leitindex Dow 1,17 Prozent gewonnen. Der Future auf den Auswahlindex
Nasdaq 100(
NASDAQ 100) gewann 0,33 Prozent und deutete damit ebenfalls eine höhere Eröffnung an.
Während die europäische Schuldenkrise mit dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy wieder in den Fokus rückte, dürften die Anleger in den USA auch wieder vermehrt auf Unternehmensnachrichten schauen. Nach Börsenschluss will der Aluminiumriese Alcoa traditionell als erstes großes Unternehmen die Bücher öffnen und seine Zahlen für das vierte Quartal vorlegen.
Derweil sorgt die Jonjunkturseite weiter für positive Stimmung. Nachdem der Arbeitsmarktbericht am vergangenen Freitag mit 200.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft besser als erwartet ausgefallen war, hatte der Präsident der Federal Reserve Bank von St. Louis, James Bullard, von "ermutigenden" Daten gesprochen. Die US-Notenbank Fed werde somit vermutlich keine neue Runde von Staatsanleihekäufen starten. Das Spitzentreffen der deutsch-französischen Regierungschefs in Berlin konnte die verhaltene Stimmung an den europäischen Börsen hingegen kaum aufhellen. Auch die US-Futures reagierten kaum auf die Pläne von Frankreich und Deutschland.
Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb will den Hepatitis-C-Spezialisten Inhibitex für 2,5 Milliarden Dollar kaufen. Den Aktionären würden 26 Dollar in bar je Anteilschein geboten, teilten die beiden Unternehmen am Wochenende mit. Inhibitex-Titel waren am Freitag bei 9,87 Dollar aus dem Handel gegangen, der Aufschlag zum Schlusskurs beträgt mithin mehr als 160 Prozent. Vorbörslich stiegen die Aktien bereits um rund 150 Prozent auf 24,58 Dollar. Aktien von Bristol-Myers Squibb gaben hingegen zuletzt 0,53 Prozent ab.
Motorola Mobility sanken vorbörslich um 0,47 Prozent. Kurz vor der Übernahme durch Google schwächelt der Handyhersteller. Die Zahl der ausgelieferten mobilen Geräte schrumpfte im vierten Quartal mit seinem wichtigen Weihnachtsgeschäft von 11,3 auf 10,5 Millionen. Der Rückgang wurde allerdings dadurch etwas abgefedert, dass darunter mit 5,3 Millionen der besonders profitablen Smartphones waren nach 4,9 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Die Aktien von
Oracle büßten vor Handelsstart 0,71 Prozent an Wert ein. Die Analysten von BMO Capital Markets hatten ihre Empfehlung für die
Aktie etwas heruntergestuft.
Die Papiere von Ebay (eBay) könnten im Handelsverlauf in den Blick von Anlegern rücken. Der Bezahldienstleister Paypal, der zu Ebay gehört, will den Kunden der US-Baumarktkette Home Depot seine Dienste in Zukunft auch an der Ladenkasse anbieten. Vorbörslich waren Ebay-Aktien unbewegt./men/ag