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25.08.2011 15:11

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Aktien New York Ausblick: Kaum verändert - Apple nach Jobs-Rücktritt im Blick

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    NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts der Unsicherheit über das weitere geldpolitische Vorgehen der US-Notenbank Fed dürfte der US-Aktienmarkt am Donnerstag zunächst kaum verändert in den Handel starten. Der Future auf den Dow Jones Industrial (Dow Jones) verlor gut 30 Minuten vor dem Börsenstart minimale 0,04 Prozent. Der Future auf den Technologiewerte-Auswahlindex Nasdaq 100 (NASDAQ 100) sank um 0,49 Prozent. Auf die Stimmung drückte die Nachricht, dass in den USA die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gestiegen war.

 

    Indes stellen sich immer mehr Anleger die Frage, ob die Fed der schwachen US-Konjunktur abermals mit einer Liquiditätsschwemme unter die Arme greifen wird. Am Freitag wird Fed-Chef Ben Bernanke dazu auf der wichtigen Notenbank-Konferenz im amerikanischen Jackson Hole eine mit Spannung erwartete Rede halten. Im vergangenen Jahr hatte Bernanke dort die zweite Runde milliardenschwerer Anleihenkäufe eingeläutet.

 

    Ob der Notenbankchef allerdings erneut derart weitreichende Entscheidungen verkünden wird, darüber herrscht unter den Anleger Unsicherheit. Die meisten Ökonomen rechnen nicht mit konkreten Hinweisen auf eine zusätzliche Lockerung. Auch laut einer Umfrage der UBS unter institutionellen Kunden rechnet die Hälfte der Befragten damit, dass Bernanke lediglich noch einmal die Gründe für sein Versprechen darlegen wird, die Zinsen bis 2013 auf einem rekordniedrigen Niveau verharren zu lassen.

 

    Unter den Einzelwerten dürfte sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Aktien von Apple richten. Bei dem Unternehmen geht eine Ära zu Ende: Der schwer kranke Firmengründer Steve Jobs ist als Konzernchef zurückgetreten. Er könne seine Aufgaben nicht länger erfüllen, schrieb Jobs. Der Top-Manager Tim Cook übernimmt das Ruder, wie Apple am späten Mittwoch (Ortszeit) mitgeteilt hatte. Jobs bleibt dem Konzern aber als Chef des Aufsichtsrates erhalten und hat damit weiterhin ein gewichtiges Wort mitzureden.

 

    Ein Börsianer meinte, dass das Schicksal von Apple eng verbunden sei mit der Person Steve Jobs. Wenn er die Geschäft geleitet habe, hätten sich die Aktien überdurchschnittlich entwickelt. Seiner Meinung nach dürften sich die Apple-Titel so lange schwach entwickeln, bis Cook die Anleger beruhigt und seinen Wert für die Firma demonstriert. Der Rücktritt von Jobs sei zwar nicht das Ende von Apple, aber das Ende eines Kapitels der Unternehmensgeschichte.

 

    Analysten beurteilen die Perspektiven für die Apple-Aktien trotz des Rücktritts weiterhin positiv. Da Jobs' Nachfolger Tim Cook das tägliche Geschäft bereits als Interims-Vorstandschef geführt habe, sollte es keine Probleme durch den Führungswechsel geben, schrieb etwa UBS-Analyst Maynard Um in einer Studie. Die Apple-Aktien waren im Frankfurter Handel um mehr als 6 Prozent abgesackt, notierten im vorbörslichen US-Geschäft aber nur noch gut 2 Prozent im Minus.

 

    Auch der Technologiewert Google sollte im Auge behalten werden. Das Unternehmen zahlt eine halbe Milliarde US-Dollar, um Ermittlungen wegen unerlaubter Werbung kanadischer Online-Apotheken in den USA beizulegen. Der gewaltige Betrag orientiere sich an den Erlösen des Internet-Konzerns aus den Werbeanzeigen sowie den Einnahmen der Pharmahändler. Der Vergleich kommt aber nicht überraschend, Google hatte eine Rückstellung von 500 Millionen Dollar wegen Regierungsermittlungen bereits im Mai bekanntgegeben. Vor diesem Hintergrund verbuchten die Aktien vorbörslich ein Plus von etwa 0,6 Prozent.

 

    Um mehr als 5 Prozent nach unten ging es vorbörslich für die Anteilsscheine von Applied Materials. Der Halbleiter- und Solarindustriezulieferer hatte mit seinen Prognosen für den Umsatz und den Gewinn im vierten Geschäftsquartal die Markterwartungen verfehlt. Wegen der schwachen Nachfrage würden die Halbleiterhersteller ihre Expansionspläne beschneiden, hieß es./la/chs

 

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