NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften am Dienstag nur geringfügig bewegt in den Handel starten. Händler verwiesen auf den Zwiespalt der Anleger zwischen der fortschreitenden Berichtssaison und einer abwartenden Haltung vor dem am Mittwoch anstehenden EU-Gipfel. Der Future auf den US-Leitindex
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) gab etwa eine halbe Stunde vor dem Auftakt moderat um 0,21 Prozent nach. Der Future auf den Nasdaq-100 (
NASDAQ 100) dagegen lag prozentual unverändert auf seinem Niveau vom Vortag.
Marktteilnehmer hoben hervor, dass vor dem zweiten EU-Gipfel zwar weiterhin Optimismus spürbar sei. Aber es seien immer noch eine Menge Fragen offen, was für etwas Unsicherheit sorge, betonte ein Börsianer. Von den vorgelegten Unternehmenszahlen gingen am Dienstag derweil keine eindeutigen Impulse aus. Nach dem Börsenstart könnten aber noch US-Konjunkturdaten für Impulse sorgen: Das Verbrauchervertrauen für Oktober wird veröffentlicht. Zudem werden nach Börsenschluss noch Zahlen vom Online-Händler Amazon.com (Amazon) erwartet.
Positives wie Negatives hatte am Dienstag die fortschreitende Berichtssaison in den USA zu bieten. Um 0,89 Prozent nach oben ging es vorbörslich für die Titel von E.I. DuPont de Nemours (E I DuPont de Nemours and) . Der Chemiekonzern hat nach einem Gewinnsprung im dritten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr erneut leicht erhöht. Sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten Gewinn je Aktie übertrafen die Ergebnisse die Erwartungen.
Kräftige Verluste mussten im vorbörslichen Geschäft dagegen die Aktionäre von 3M hinnehmen: Die Titel fielen um etwas mehr als 6 Prozent. Der Mischkonzern hat nach einem schlechter als erwarteten dritten Quartal die Prognose für das Gesamtjahr zurückgeschraubt. Im laufenden Jahr soll das organische Umsatzwachstum nur noch um 3 bis 4 Prozent steigen. Zuvor hatte das Unternehmen eine Steigerung von 6 bis 7,5 Prozent in Aussicht gestellt.
Auch außerhalb des Dow Jones standen viel beachtete Zahlen auf dem Plan. Der Logistikkonzern United Parcel Service (UPS) (United Parcel Service) hat dank brummender Geschäfte auf dem Heimatmarkt seinen Gewinn und Umsatz im dritten Quartal überraschend stark gesteigert und bekräftigte daraufhin sein Gewinnziel. Die Titel konnten davon jedoch nicht profitieren und gaben zuletzt um etwas mehr als 1 Prozent nach.
Ähnlich groß wie bei den UPS-Aktien waren die vorbörslichen Verluste bei den Papieren von Texas Instruments . Der Chiphersteller hatte am Vorabend Zahlen vorgelegt und klagt darüber, dass sich die Kunden mit Bestellungen zurückhalten. Entsprechend trübe sind die Aussichten für das laufende vierte Quartal, von dem sich einige Analysten etwas mehr versprochen hatten./tih/gl