NEW YORK (dpa-AFX) ? Die US-Börsen dürften am Dienstag vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank kaum verändert in den Handel starten. Der Future auf den
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) gewann rund eine Stunde vor dem Handelsstart nur 0,04 Prozent, nachdem der US-Leitindex am Vortag mit einem leichten Plus von 0,16 Prozent auf 11.428,56 Punkte geschlossen hatte. Der Future auf den
Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) stand vorbörslich unverändert. Der Technologiewerte-Index hatte am Montag 0,36 Prozent auf 2.207,45 Punkte verloren. Nach Einschätzung von Händlern dürften die Anleger den Aktienhandel bis zum Abend auf Sparflamme halten. Dann wird die US-Notenbank (Fed) ihre Zinsentscheidung veröffentlichen. Gemeinhin wird nicht mit einem Zinsschritt gerechnet. Dennoch würden die Investoren gespannt auf die Ergebnisse des Treffens der Mitglieder der US-Notenbank warten, hieß es. Gestern waren Spekulationen am Markt aufgetaucht, wonach die Fed eine weitere Aufstockung des Programms zum Kauf von Anleihen verkünden werde. Zuletzt hatte Notenbank-Chef Ben Bernanke eine Ausweitung des Programms über die bisher angekündigten 600 Millionen
Dollar hinaus angedeutet. Kurz vor dem Handelsauftakt veröffentlichte die US-Regierung Konjunkturdaten, die dem vorbörslichen Handel aber kaum Impulse verleihen konnten. Im November sind die stark beachteten Umsätze im amerikanischen Einzelhandel etwas stärker als erwartet gestiegen. Auch bei den Erzeugerpreisen gab es im vergangenen Monat einen überraschend starken Anstieg. Im Handelsverlauf werden dann noch Daten zu den Lagerbeständen in den USA veröffentlicht.
Bei den Einzelwerten dürften die Aktien des Mischkonzerns General Electric (GE) im Fokus der Anleger bleiben. Das Unternehmen hat einen Großauftrag aus Saudi-Arabien erhalten. General Electric wird demnach für etwa 500 Millionen US-Dollar Material für den Ausbau eines Ölfeldes liefern. Dann dürften auch die Aktien von Yahoo die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen. Am Markt gibt es Spekulationen über einen Stellenabbau beim Internetkonzern. Aus informierten Kreisen heißt es, dass Yahoo mehr als 600 Arbeitsplätze streichen will.
Und schließlich gab es vor dem Handelsauftakt an der Wall Street noch Geschäftszahlen von Best Buy (Bed BathBeyond) . Im vorbörslichen Handel mussten die Aktien des Einzelhändlers starke Verluste einstecken. Im dritten Quartal verfehlte das Unternehmen mit einem Gewinn je Aktie von 0,54 Dollar deutlich die Markterwartungen von 0,61 Dollar./jkr/ag