NEW YORK (dpa-AFX) - Vor dem mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) dürften sich die Anleger an der Wall Street zunächst zurückhalten. Der Future auf den
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) lässt am Mittwoch rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn eine um 0,21 Prozent niedrigere Eröffnung des Leitindex erwarten. Am Dienstag hatte das Börsenbarometer mangels positiver Impulse nur ein knappes Plus ins Ziel gerettet. Der Future auf den Technologiewerte-Auswahlindex
Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) gab am Mittwoch vorbörslich um 0,23 Prozent nach.
Bei der Fed gehen die meisten Experten davon aus, dass sie das Volumen ihrer Anleihekäufe konstant halten wird. Änderungen aber werden sich eventuell in der Struktur ihres Portfolios ergeben: So könnten die Währungshüter Erlöse aus fälligen Wertpapieren vermehrt in langlaufende Staatstitel investieren und damit versuchen, die Langfristzinsen noch stärker zu senken. Die Anleger werden einem Börsianer zufolge nun darauf schauen, wie dieses Programm strukturiert ist und welchen Umfang es hat.
Zudem steht das klamme Griechenland einmal mehr im Fokus, nachdem bei den telefonischen Beratungen mit der "Troika" aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds am Dienstag "gute Fortschritte" gemacht worden sind. Die Kontrolleure werden nun Anfang kommender Woche wieder nach Athen zurückkehren und ihre Arbeit fortsetzen.
Unter den Einzelwerten warteten gleich drei Technologieunternehmen mit positiven Nachrichten auf. Der streitbare Konzern Oracle etwa verdient blendend. Das große Geld kommt aus dem angestammten Software-Feld, während die teuer zugekaufte Firmenrechner-Sparte im ersten Geschäftsquartal zum wiederholten Male hinter dem Vorjahreszeitraum lag. Die Anleger aber sahen über den Fauxpas hinweg und ließen die Aktien im vorbörslichen US-Handel um fast vier Prozent steigen. Denn unterm Strich übertraf das Unternehmen die Markterwartungen.
Die Titel von Adobe Systems schnellten vorbörslich gar um mehr als sechs Prozent in die Höhe. Der Softwarehersteller hatte mit seiner Umsatzprognose für das vierte Quartal positiv überrascht.
Für die im Dow gelisteten Titel von Microsoft ging es nur um minimale 0,07 Prozent nach unten. Die Anteilseigner des weltgrößten Softwareherstellers können sich auf eine deutlich erhöhte Gewinnbeteiligung freuen. Das Unternehmen kann zudem bis 2013 noch knapp 28 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe ausgeben.
Zudem sollten Anleger die Aktien von General Mills im Auge behalten. Der Lebensmittelkonzern übertraf mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen./la/gl