NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt wird am Dienstag leichter erwartet. Die Anleger richteten ihren Blick wieder mehr und mehr auf das europäische Schuldendrama, hieß es. Folge der Athener Zitterpartie sind nicht nur Kursverluste in Europa - auch in New York deutet der Future auf den Leitindex
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsbeginn mit minus 0,43 Prozent eine leichtere Eröffnung an. Tags zuvor bereits hatte er wegen der hohen Unsicherheit in Europa eine Berg- und Talfahrt kaum verändert beendet. Der Future auf den Auswahlindex
Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) gab am Dienstag 0,45 Prozent ab.
Bis Ende der Woche will die griechische Regierung eine Einigung mit den Banken zur Umschuldung ihrer Schulden erreichen. In der Nacht hatten die übrigen 16 Euro-Staaten niedrigere Zinsen für die nach der Umschuldung neu auszugebenden griechischen Staatsanleihen gefordert und damit den Druck auf die Athener Verhandlungen mit dem Internationalen Bankenverband (IIF) erhöht. Ein Börsianer sagte, dass sich noch immer zu wenig an der politischen Front in Brüssel und Athen tue. Die Märkte erwarteten einen kleinen Rücksetzer, da die Ergebnisse weiterhin mager seien. Neben der Schuldenkrise dürften aber auch die Unternehmenszahlen wieder ins Rampenlicht rücken: Die US-Berichtssaison läuft auf vollen Touren. An diesem Dienstag legen mehrere Unternehmen ihre Zahlen vor.
Mit dem neuerlichen Zweifel an der Lösung der Schuldenkrise rücken auch die Finanzwerte wieder stärker in den Fokus der Anleger: Die
Aktien der
Citigroup , von JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) und der Bank of America verloren in New York vorbörslich zwischen einem und zwei Prozent.
Nachdem bereits am Vorabend Texas Instruments nach Börsenschluss über ihre Geschäfte Bericht erstattet hatten, legte die Aktie des Chipherstellers am Dienstag vorbörslich um 0,90 Prozent zu. Überzeugen konnte aus dem Technologiesektor auch EMC , dessen Zahlen vorbörslich zu einem Kursplus von 2,60 Prozent führten. Dank starker Nachfrage konnte der weltgrößte Speicherhersteller Umsatz und Gewinn steigern.
Johnson & Johnson (JohnsonJohnson)(JohnsonJohnson) mussten im vierten Quartal Sonderbelastungen von 2,9 Milliarden US-Dollar verbuchen. Der Überschuss des US-Konsumgüter- und Medizintechnikkonzerns war 2011 zudem um fast 28 Prozent auf 9,7 Milliarden US-Dollar (7,5 Mrd Euro) gesunken. Vorerst drückte das im vorbörslichen Handel den Kurs, zu Buche stand für die Titel ein Minus von 0,82 Prozent.
Auch McDonald's(McDonalds)(McDonalds) konnten Umsatz und Gewinn stärker steigern als zuvor erwartet - der Fast-Food-Konzern hat den weltweiten Umsatz um 10 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar gesteigert. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf unterm Strich 1,4 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro). Zu den besten Kunden zählten dabei die Deutschen, wie der US-Konzern erklärte.
Nach Börsenschluss legt dann Apple seine Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor. Rivale Google hatte kürzlich mit seinem Geschäftsbericht enttäuscht. Auch Yahoo will nach der Schlussglocke seine Zahlen für das abgelaufene Vierteljahr vorlegen./men/ck