NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen werden am Dienstag trotz erneuerter Sorgen um die Eurozone im Plus erwartet. Sie trotzten damit der von Standard & Poor's (S&P) ausgelösten Unsicherheit, die in Europa für etwas leichtere Kurse gesorgt hatte. Die Ratingagentur hatte am Vorabend auf einen Schlag die Kreditwürdigkeit von 15 Staaten der Eurozone unter Beobachtung gestellt - darunter auch Deutschland. Eine knappe halbe Stunde vor Handelsstart lag der Future auf den
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) um knappe 0,13 Prozent über seinem Stand zur Schlussglocke vom Vortag. Der Future auf den Auswahlindex
Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) legte zugleich ebenfalls 0,13 Prozent zu.
Experten mahnten dazu, die Entscheidung von S&P nicht überzubewerten. Laut Händlern erhöhe sie nochmals den Druck auf die EU-Politiker, endlich konkrete Beschlüsse zur Lösung der Schuldenkrise zu fassen. "Wir werden am Donnerstag und Freitag die Entscheidungen treffen, die wir für die Euro-Zone für wichtig und unabdingbar halten", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Blick auf das anstehende Gipfeltreffen. Auch von der Europäischen Zentralbank versprechen sich Experten ein aggressives Vorgehen: Am Donnerstag steht der nächste Zinsentscheid der europäischen Währungshüter auf dem Programm.
Mit der jüngsten Entwicklung in Europa dürften Finanzwerte auch am Dienstag wieder im Fokus der Anleger stehen. Sowohl für die Aktien der Bank of America sowie von JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) und der Citigroup deutet sich eine schwache Eröffnung an: Die Titel der Großbanken gaben vorbörslich zwischen 0,6 und 1,0 Prozent nach.
Freundlich zeigten sich vorbörslich dagegen die Aktien von 3M , die 2,51 Prozent zulegten. Der Mischkonzern rechnet trotz einiger Unsicherheiten im kommenden Jahr mit einem kräftigen Gewinnsprung: Den Gewinn je Aktie (EPS) erwartet der Konzern für 2012 im Zielbereich zwischen 6,25 bis 6,50 US-Dollar. Den Ausblick für das laufende Jahr hatte der Konzern erst im Oktober gesenkt: 3M erwartet hier weiterhin einen Wert von 5,85 bis 5,95 Dollar./tih/men