NEW YORK (dpa-AFX) - Gestützt durch überwiegend gute Quartalsbilanzen dürften die US-Börsen am Dienstag mit moderaten Gewinnen in den Handel starten. "Der Fokus hat sich von den Untersuchungen bei Goldman Sachs in Richtung der Unternehmenszahlen verschoben, die die wirklichen Kurstreiber sind", sagte Andre Bakhos, Marktanalyst bei Lek Securities in New York. "Der Optimismus über die Berichtssaison scheint zurückzukehren." Gegen 14.50 Uhr stieg der Future auf den Leitindex
Dow Jones (DJIA) um 0,14 Prozent, nachdem der US-Leitindex (
Dow Jones) am Vortag 0,67 Prozent höher bei 11.092,05 Punkten geschlossen hatte. Der Nasdaq-100-Future stand 0,27 Prozent höher. Am Montag war der Auswahlindex für Technologiewerte (
NASDAQ 100) um minimale 0,03 Prozent auf 2.013,53 Punkte gestiegen. Die
Aktien von Goldman Sachs (
Goldman Sachs Group) präsentierten sich vorbörslich höher. Die US-Investmentbank, die zuletzt vor allem mit Betrugsvorwürfen der US-Börsenaufsicht Schlagzeilen gemacht hatte, toppte im ersten Quartal erneut alle Erwartungen. Vor allem der Handel mit festverzinslichen Papieren war gut gelaufen. "Die Zahlen sind besser als erwartet, aber das scheint eh' immer der Fall zu sein", sagte etwa Paul Hand von RBC Capital Marktes. Ähnlich beeindruckt zeigte sich Owen Ireland, Analyst bei ODL Securities: "Zwar dürften die jüngsten Anschuldigungen an Goldmans Image etwas kratzen. Mit ihren Zahlen haben sie jedoch einmal mehr ihre Stellung als eines der mächtigsten Finanzhäuser untermauert." Der Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (
JohnsonJohnson)
steigerte im Auftaktquartal Umsatz und Gewinn und übertraf die Erwartungen des Marktes leicht. Entsprechend notierten die Titel vorbörslich im Plus. Für IBM-Aktien (International Business Machines) ging es indes ungeachtet guter Zahlen und eines höheren Ausblicks nach unten. Börsianer verwiesen auf Gewinnmitnahmen bei den Titeln des IT-Konzerns. "Die Aktien waren zuletzt ziemlich stark, da die Anleger die guten Ergebnisse schon vorweggenommen haben", sagte ein Analyst. Ein ähnliches Bild habe es zuletzt bei Oracle und Google gegeben. Ein Analyst zeigte sich zudem etwas enttäuscht von der der Margenentwicklung. Beim verlustreichen Smartphone-Hersteller Palm sorgten weitere Rückschläge für Druck. Ein wichtiger Manager verlässt das Unternehmen und zudem sieht es so aus, als ob die US-Elektronikkette RadioShack (Randstad) die Smartphones aus dem Sortiment genommen hat. Schon vortags waren die Titel um zwölf Prozent eingebrochen. Auch die Anteilsscheine von Coca-Cola (The Coca-Cola) mussten bereits vor dem Handelsstart Verluste hinnehmen. Der weltgrößte Erfrischungsgetränke -Hersteller steigerte im ersten Quartal seinen Überschuss, blieb aber mit seinem Umsatz in Nordamerika hinter der Vorjahresentwicklung zurück. Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (ProcterGamble) erhöhte seine Quartalsdividende um deutliche 9,5 Prozent auf 0,4818 Dollar je Anteilschein, was die Aktie noch vor dem Handelsstart steigen ließ./gl/th