NEW YORK (dpa-AFX) - Gute wöchentliche Arbeitsmarktdaten dürften der Wall Street am Donnerstag einen freundlichen Auftakt ermöglichen. Allerdings sollten durchwachsene Unternehmenszahlen und die weiter ausstehende Einigung im Streit um die US-Schuldengrenze das Aufwärtspotenzial begrenzen. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama zieht inzwischen auch ein Scheitern der Verhandlungen in Betracht.
Der Future auf den Dow Jones Industrial (Dow Jones) notierte knapp eine halbe Stunde vor dem Handelsstart um 0,15 Prozent höher. Zuletzt hatte der Leitindex vier Tage in Folge nachgegeben. Der Future auf den Technologiewerte-Auswahlindex Nasdaq 100 (NASDAQ 100) stieg um 0,40 Prozent. In den USA war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche deutlich stärker als erwartet gesunken. Nach Handelsbeginn könnten noch Daten vom Immobilienmarkt einen Blick wert sein.
Die Aktien von DuPont (E I DuPont de Nemours and) konnten nach Zahlen für das zweite Quartal schon vorbörslich um knapp ein Prozent zulegen. Der Umsatz des US-Chemiekonzerns hatte dank des anhaltenden Chemie-Booms und der Danisco-Übernahme im Jahresvergleich um 19 Prozent zugelegt und damit die Erwartungen übertroffen. Auch der Gewinn war gestiegen. Zudem erhöhte das Unternehmen erneut seine Jahresprognose für den Gewinn.
Bei Bristol-Myers Squibb sorgte ebenfalls ein höheres Ergebnisziel für vorbörsliche Kursgewinne von mehr als einem Prozent. Zudem hatte der Pharmakonzern den Umsatz bei neun seiner zehn am besten verkauften Präparate deutlicher als erwartet gesteigert. Für die Papiere von Potash ging es um mehr als drei Prozent hoch, nachdem der weltgrößte Düngemittelproduzent und K+S-Konkurrent (K+S) ein Rekordquartal hingelegt und seine Gewinnprognose für 2011 erhöht hatte. Der Gewinn bei Potash wird nach Einschätzung der Konzernspitze weiter kräftig steigen
Dagegen büßten die Anteilsscheine von ExxonMobil (Exxon Mobil) schon vor dem Handelsstart gut zwei Prozent an Wert ein. Der Gewinn je Aktie des Ölkonzerns hatte erstmals seit dem Auftaktquartal 2010 enttäuscht und war noch hinter den vorsichtigsten Analystenschätzungen zurückgeblieben. Ein unerwartet hoher Quartalsverlust ließ Sprint Nextel vorbörslich um mehr als elf Prozent abrutschen. Die Telefongesellschaft hatte den 15. Quartalsverlust in Folge berichtet.
Colgate-Palmolive (Colgate-Palmolive) standen gut ein halbes Prozent im Minus. Der Konsumgüterkonzern steht wegen steigender Materialkosten unter Druck, wogegen er auch mit Einsparungen und teilweisen Preiserhöhungen für seine Produkte nicht angekommen war. Das Unternehmen hatte zwar seinen Umsatz im zweiten Quartal um zehn Prozent gesteigert. Der Gewinn hatte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wegen der höheren Ausgaben unter dem Strich aber nur um drei Prozent verbessert./gl/chs