NEW YORK (dpa-AFX) – Belastet von den sich zuspitzenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel dürften die US-Börsen am Dienstag schwach starten. Der Future auf den
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) sank eine dreiviertel Stunde vor Handelsbeginn um 0,97 Prozent. Zum Wochenauftakt hatte der US-Leitindex bereits 0,22 Prozent eingebüßt. Der Future auf den
Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) verlor 1,00 Prozent - der Index hatte sich am Montag mit plus 0,73 Prozent noch gut gehalten.
Nordkorea hat die zu Südkorea gehörende Insel Yonpyong laut südkoreanischen Angaben mit Dutzenden von Granaten beschossen. Das südkoreanische Militär habe die Schüsse sofort erwidert. Nordkorea drohte zudem mit weiteren Militärschlägen gegen das Nachbarland. Marktteilnehmer sehen die angespannte Lage besonders kritisch, da Asien als Wachstumsmotor der Weltwirtschaft durch einen Krieg gelähmt werden würde. Für Mollstimmung sorgt zudem weiter die Schuldenkrise. Anleger befürchten, dass nach Griechenland und Irland noch weitere Staaten Finanzhilfen in Anspruch nehmen müssen. "Entsprechend werden die Risiken weltweit zurückgefahren", sagte ein Fondsmanager. Das stärkere Wachstum der US-Wirtschaft trat in den Hintergrund.
Die Aktien von Hewlett-Packard (HP) (Hewlett-Packard) waren indes vorbörslich gegen den Trend gefragt. Der US-Computerkonzern hatte bei Umsatz und Gewinn im vierten Quartal zugelegt und die Erwartungen der Experten übertroffen. Barclays-Analyst Ben Reitzes stockte sein Kursziel für die HP-Aktie von 50 auf 53 Dollar auf und blieb bei "Overweight". Der neue Unternehmenschef Leo Apotheker habe mit der Zusage höherer Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie steigender Löhne die äußerst geringen Erwartungen getoppt. Das Quartal selbst sei solide gewesen und der konservative Ausblick berge Überraschungspotenzial.
Am Dienstag berichten Campbell Soup und Medtronic ./ag/chs