NEW YORK (dpa-AFX) - Zum Quartalsende machen sich auch in den USA wieder Sorgen um die Wirtschaft breit - und um die Entwicklung in China. Die Anleger dürften vor allem auf die Stimmung unter den Einkaufsmanagern und den Verbrauchern in den USA achten. Der Future auf den
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) gab am Freitag rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsstart um 1,1 Prozent nach. Am Vortag hatte der US-Leitindex 1,3 Prozent zugelegt. Der Future auf den
Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) sank am Freitag um 1,0 Prozent, nachdem der Technologiewerte-Auswahlindex am Vortag bereits um ein Prozent nachgegeben hatte.
Nach einigen Tagen der Erholung dürften die Standardwerte also wieder an die insgesamt schwache Entwicklung in diesem Quartal anknüpfen. Von Anfang Juli bis Donnerstagabend hatte der Dow Jones rund zehn Prozent nachgegeben. Nach dem Bekanntwerden der steigenden Inflationsrate in der Eurozone am Vormittag hatte der Dow-Jones-Future seine Verluste ausgebaut.
Im Mittelpunkt des Interesses an den US-Börsen dürften der Chicago-Einkaufsmanager-Index und die Michigan-Verbraucherstimmung stehen, die kurz nach Börsenstart veröffentlicht werden. Schwache Konjunkturdaten aus China schürten bereits vor der Eröffnung die Sorge vor einer nachlassenden Wirtschaftsdynamik dort. Außerdem befürchteten Händler, dass sich dieser Eindruck durch den an diesem Samstag erwarteten Einkaufsmanagerindex aus dem Verarbeitenden Gewerbe in China verstärken könnte.
Unter den Sektoren hatten am Vortag die Finanzwerte am besten abgeschnitten, nicht zuletzt aus Hoffnung auf eine baldige Entspannung in der europäischen Schuldenkrise. Am Freitag verloren aber Bank of America vorbörslich 1,4 Prozent. Im Blickpunkt stehen auch wieder die Technologiewerte, die am Vortag nach einer gesenkten Gewinnprognose des Chipherstellers AMD (Advanced Micro Devices (AMD)) deutlich nachgegeben hatten. AMD brachen um 13,7 Prozent ein und notierten vorbörslich am Freitag erneut um 0,9 Prozent schwächer.
Angesichts fallender Ölpreise könnten auch die Mineralöltitel unter Druck geraten - wie zuvor schon in Europa. ExxonMobil (Exxon Mobil) gaben vorbörslich 0,9 Prozent nach, Chevron Corp. (Chevron) verloren 0,7 Prozent. Von den Standardwerten dürften auch Pfizer im Blickpunkt stehen. Der Pharmakonzern legte eine positive Phase-III-Studie zu einer Kombinationstherapie aus Vfend und Eraxistm zur Bekämpfung von Aspergillose (Infektion durch Aspergillus-Schimmelpilze) vor. Dennoch gaben die Papiere vorbörslich um 1,2 Prozent nach./jb/he