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22.10.2009 15:23

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Aktien New York Ausblick: Uneinheitlich erwartet - Zahlenflut

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    NEW YORK (dpa-AFX) – Durchwachsene Quartalszahlen und hohe Erwartungen auf Seiten der Marktteilnehmer dürften am Donnerstag für einen uneinheitlichen Handelsauftakt an der Wall Street sorgen. "Dem Markt fehlt derzeit eine klare Orientierung", sagte Gerold Kühne, Fondsmanager bei LLB Asset Management in Liechtenstein. "Die Erwartungen am Markt sind sehr hoch, was wiederum das Enttäuschungspotenzial steigert." Dabei hätten die meisten Unternehmen sehr gute Zahlen vorgelegt, fügte der Experte hinzu.

    Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones stieg gegen 14.40 Uhr um 0,13 Prozent. Am Vortag war der Index mit einem Minus von 0,92 Prozent bei 9.949,36 Zählern unter der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten aus dem Handel gegangen. Der Future auf den Nasdaq 100 (NASDAQ 100) gab um 0,27 Prozent nach. Der von Technologiewerten geprägte Auswahlindex hatte mit einem Abschlag von 0,15 Prozent bei 1.753,56 Punkten geschlossen.

    Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der vergangenen Woche überraschend, bewegte den Markt aber kaum. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt sank die Zahl der Erstanträge um 750 auf 532.250. Am Nachmittag stehen noch Frühindikatoren auf der Agenda sowie neueste Daten zum US-Häusermarkt.

    Auf Unternehmensseite tendierte Anteilsscheine von Ebay (eBay) vorbörslich schwächer. Der Online-Marktplatz hatte bereits am Vorabend mitgeteilt, trotz steigender Umsätze weiter mit drastisch sinkenden Gewinnen zu kämpfen. Die Prognose des US-Konzerns für das wichtige Weihnachtsgeschäft enttäuschte die Anleger. Microsoft gewannen derweil mehr als ein halbes Prozent vorbörslich hinzu. Nach vielen Vorschusslorbeeren ist das neue Betriebssystem Windows 7 im Handel.

    Zahlen von Merck & Co. (Merck) , Dow Chemical, Schering-Plough und Bristol-Myers Squibb rückten den Chemie- und Pharmasektor bereits vor Handelsbeginn in den Fokus der Börsianer. Der US-Chemiekonzern Dow Chemical etwa schaffte im dritten Quartal die Wende. Eine wieder steigende Nachfrage, Einsparungen und Anteilsverkäufe ließen den BASF(BASF)-Konkurrenten aus der Verlustzone kommen. Der Pharmakonzern Merck schraubte nach einem Gewinnplus im dritten Quartal seine Ergebnisprognose für 2009 nach oben und konnte damit bereits im vorbörslichen Handel punkten.

    Der US-Technologiekonzern Xerox sieht dagegen, anders als viele Konkurrenten, noch keine Trendwende im IT-Markt. Der Gewinn fiel im dritten Quartal zwar um mehr als die Hälfte. Der Rückgang war dennoch weniger ausgeprägt als von Analysten befürchtet, was die freundliche vorbörsliche Tendenz erklären dürfte. Für Aktien des Telekomkonzerns AT&T (AT&T) ging es vorbörslich nach Zahlen ebenfalls nach oben.

    Der amerikanische Mischkonzern 3M erholt sich hingegen schneller als erwartet von der Wirtschaftskrise und verdiente im abgelaufenen Quartal deutlich mehr als Analysten prognostiziert hatten. Die Aktien gewannen im vorbörslichen Handel knapp drei Prozent. Dagegen fielen die Anteilsscheine von Philip Morris International (PMI) zurück, obwohl der im vergangenen Jahr von Altria Group abgespaltene amerikanische Tabakkonzern nach einem besser als erwartet ausgefallenen Quartal die Prognose erhöhte. Zudem dürfen sich die Aktionäre auf eine höhere Dividende freuen. United Parcel Service (UPS)  (United Parcel Service) gaben ebenfalls nach. Der weltgrößte Paketzusteller sieht noch keine klaren Anzeichen für einen Aufschwung und verbuchte im dritten Quartal erneut einen Umsatzrückgang./RX/rum/sf

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