NEW YORK (dpa-AFX) - Die zunehmende Skepsis der Anleger hinsichtlich der Entwicklungen in der Eurozone dürfte die US-Börsen am Dienstag erneut belasten. Am Markt wurden vor allem weiter steigende Renditen europäischer Staatsanleihen für den erwarteten Rückgang der
Aktienkurse verantwortlich gemacht. Gute Konjunkturdaten aus den USA sorgten jedoch am Nachmittag dafür, dass die US-Futures ihre Verluste zumindest etwas eindämmten. Der Future auf den
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) verlor gut eine halbe Stunde vor dem Auftakt 0,55 Prozent. Der Future auf den
Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) fiel um 0,50 Prozent.
"Treibende Kraft am Aktienmarkt ist derzeit die Lage in Europa", sagte ein Marktbeobachter. In der Eurozone hat sich die Lage am Anleihemarkt am Dienstag erneut verschärft: Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen aus Frankreich und Belgien kletterten auf neue Rekordstände. Auch die Papiere aus Spanien, Italien und Österreich gerieten abermals auf die Abschussliste der Investoren. In den USA sind derweil die Umsätze der Einzelhändler im Oktober überraschend stark gestiegen und zudem hat sich im Bundesstaat New York die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe überraschend stark aufgehellt.
Die Anleger beschäftigte am Dienstag aber auch noch einmal die auslaufende Berichtssaison.Die Aktien von Wal-Mart (Wal-Mart Stores) sanken vorbörslich um etwas mehr als ein Prozent, nachdem der Supermarktbetreiber im dritten Quartal beim Gewinn je Aktie leicht hinter der durchschnittlichen Gewinnschätzung zurückblieb. Etwas über den Erwartungen liegende Umsätze und eine angehobene Prognose für das Gesamtjahr konnten den Papieren damit nicht nach oben verhelfen.
Um rund ein Prozent nach oben ging es dagegen für die Papiere von Home Depot . Die Baumarktkette hat im dritten Quartal mit ihrem Gewinn je Aktie die Erwartungen übertroffen und ihren Ausblick für das Gesamtjahr erhöht. Zudem schraubte der Konzern seine vierteljährliche Dividende nach oben. Nach Börsenschluss werden noch Zahlen vom PC-Hersteller Dell erwartet.
Deutlich abwärts ging es indes für die Aktien von LinkedIn , die vorbörslich um fast 4 Prozent absackten. Die Titel des sozialen Netzwerks für Geschäftskontakte litten laut Händlern darunter, dass der Finanzinvestor Bain Capital seinen kompletten Anteil von 3,71 Millionen Aktien verkaufen will./tih/ck