NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den deutlichen Vortagsgewinnen drohen den US-Aktienmärkten am Mittwoch wieder Verluste. Als Belastungsfaktoren führten Börsianer erneute Sorgen um Spanien und Portugal an, die bereits die europäischen Börsen ihre Anfangsgewinne gekostet hatten. Schwache Daten zum US-Immobilienmarkt und ein enttäuschender Ausblick von FedEx waren weitere Stimmungsdämpfer. Der Future auf den
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) sank gegen 14.50 Uhr um 0,54 Prozent. Am Dienstag hatte der US-Leitindex dank guter Konjunkturnachrichten und starker Technologiewerte noch 2,10 Prozent höher bei 10.404,77 Punkten geschlossen. Der Future auf den Nasdaq-100-Index (
NASDAQ 100) fiel um 0,58 Prozent. Vortags war es für den technologielastigen Auswahlindex um 2,82 Prozent auf 1.897,48 Punkte nach oben gegangen. Die Lage am spanischen Rentenmarkt verschärfte sich weiter, was sich in steigenden Risikoaufschlägen spanischer Staatsanleihen niederschlug. Spanien dementierte erneut, dass der Internationale Währungsfonds oder die Europäische Union einen Rettungsplan für das Land vorbereiten. Zuvor hatte bereits die Europäische Kommission einen Pressebericht über einen Rettungsplan für Spanien in Höhe von bis zu 250 Milliarden Euro zurückgewiesen. Unterdessen konnte Portugal mehr Geldmarktpapiere als geplant platzieren, nachdem sich vortags bereits Spanien und Irland erfolgreich hatten refinanzieren können. FedEx-Aktien (
FedEx)
gaben bereits vor dem US-Handelsstart deutlich nach. Ein Börsianer sagte, das Logistikunternehmen habe mit seinem Gewinnausblick den Markt enttäuscht. Während FedEx für das Geschäftsjahr 2011 ein Ergebnis je Aktie zwischen 4,40 und 5,00 Dollar in Aussicht gestellt habe, sei der Markt bislang von 5,07 Dollar ausgegangen. Für das abgelaufene vierte Quartal wies das Unternehmen einen Gewinn aus und steigerte den Umsatz deutlich. Ein Jahr zuvor hatten Sonderaufwendungen FedEx in die Verlustzone gedrückt. Vorbörslich unter Druck gerieten im Sog von FedEx auch Papiere des Wettbewerbers United Parcel Service (UPS) (United Parcel Service). Wenig erfreuliche Nachrichten gab es ebenfalls von Fannie Mae (Federal National Mortgage Association (Fannie Mae)) und Freddie Mac (Fresenius St) . Die beiden Hypothekenbanken, die seit September 2008 unter staatlicher Kontrolle stehen, sollen auf Anweisung der zuständigen Regulierungsbehörde FFHA von der Börse genommen werden, da die Aktien unter dem zulässigen Kursminimalniveau gehandelt werden./gl/la