NEW YORK (dpa-AFX) - Nach zuletzt drei positiven Handelstagen werden die wichtigsten US-Indizes am Donnerstag trotz enttäuschend ausgefallener Wirtschaftsdaten mit weiteren Gewinnen erwartet. Stützend wirkt sich weiterhin die Hoffnung aus, dass die Europäer ihre Schuldenprobleme doch noch in den Griff bekommen. Etwas mehr als eine halbe Stunde vor Handelsbeginn an der Wall Street lag der Future auf den Leitindex
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) mit 0,29 Prozent im Plus. Der Future auf den Auswahlindex
Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) gewann 0,51 Prozent.
Anhaltenden Rückenwind gab es von Seiten der europäischen Schuldenkrise, nachdem sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Vorabend nach einer Telefonkonferenz davon überzeugt gezeigt hatten, dass die Zukunft Griechenlands in der Eurozone liegen wird. "Der Grundton in Europa wird etwas positiver", sagte ein Marktbeobachter. Allerdings lägen nach wie vor keine konkreten Lösungen für Griechenland und den Bankensektor parat. Dies sei aber eine Voraussetzung für eine nachhaltige Entspannung.
Zunächst enttäuschend ausgefallene US-Daten bremsten nur wenig. Während sich die Stimmung des verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York im September überraschend weiter eingetrübt hat, fielen auch die wöchentlichen Erstanträge enttäuschend aus. Weitere Impulse sind aber am Nachmittag noch von der Industrieproduktion für August und dem vielbeachteten Philly-Fed-Index für September zu erwarten. Zudem könnte der am Freitag anstehende große Verfallstag an den Terminbörsen bereits seine Wogen vorweg nehmen.
Zu den vorbörslichen Gewinnern gehörten mit Aktien wie Boeing oder DuPont (E I DuPont de Nemours and) jene Werte, denen am Markt eine besonders große Abhängigkeit vom Wachstum der Weltwirtschaft nachgesagt wird. Des weiteren dürften auch am Donnerstag wieder die Finanzwerte im Fokus der Anleger stehen. Die im Dow Jones notierten Aktien der Bank of America und von JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) konnten im vorbörslichen Geschäft zulegen.
Einen Blick wert sein könnten zudem die Aktien von United Technologies . Laut einem Manager des Mischkonzerns gibt es keine Pläne dazu, die unter Pratt & Whitney firmierende Triebwerkssparte zu verkaufen.
Kursgewinne von rund 2 Prozent verbuchten vorbörslich die Aktien von Applied Materials. Sie profitierten dabei laut Händlern von einer Hochstufung der Analysten von Oppenheimer & Co. Ein Kursrutsch deutet sich dagegen bei den Aktien von Netflix an. Der auf dem Postweg tätige DVD-Verleiher und Online-Filmanbieter hat seine Ausblick auf die Abonnentenzahlen im dritten Quartal reduziert./tih/ag