18.12.2012 19:53
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Aktien New York: Dow auf Zweimonatshoch - Mögliche Annäherung im Budgetstreit

    NEW YORK (dpa-AFX) - Dank der zunehmenden Hoffnungen auf eine Einigung im US-Haushaltsstreit hat die Wall Street am Dienstag ihre Anfangsgewinne deutlich ausgebaut. Damit knüpfte sie an ihre positive Vortagsentwicklung an. Ein Börsianer sprach von einem gewissen Optimismus, dass der Zwist vor dem Jahresende gelöst sein könnte. Dies wäre ein sehr gutes Signal für die Märkte. Auch von Konjunkturdaten kam kein Gegenwind: Die Erholung am Häusermarkt setzt sich fort. Der NAHB-Hausmarktindex kletterte im Dezember auf den höchsten Stand seit April 2006. Außerdem verringerte sich das Defizit in der US-Leistungsbilanz im dritten Quartal.

 

    Zuletzt notierte der Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones) 0,85 Prozent fester bei 13.347,66 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit knapp zwei Monaten. Der breit gefasste S&P-500-Index (S&P 500) legte um 1,01 Prozent auf 1.444,75 Punkte zu. An der Technologiebörse Nasdaq ging es für den Composite-Index (NASDAQ Composite) um 1,28 Prozent auf 3.049,18 Punkte nach oben, und der Auswahlindex Nasdaq 100 (NASDAQ 100) stieg um 1,37 Prozent auf 2.700,76 Punkte.

 

    Regierung und Opposition in Washington haben sich im Streit über den Abbau des riesigen US-Defizits etwas angenähert. Nach Medienberichten kam Präsident Barack Obama den Republikanern beim Hauptknackpunkt, einer Steuererhöhung für Reiche, ein Stück entgegen. Demnach präsentierte er einen neuen Vorschlag, der höhere Steuern nur noch für Bürger mit einem Einkommen von mehr als 400.000 Dollar im Jahr (rund 300.000 Euro) vorsieht. Zuvor hatte Obama die Grenze schon bei 250.000 Dollar gezogen.

 

    Die Republikaner hatten Steuererhöhungen lange Zeit gänzlich abgelehnt. Laut einem jüngsten Angebot würden sie nun aber Steuererhöhungen für Bürger mit einem Jahreseinkommen von mehr als einer Million Dollar zustimmen. Sowohl das Weiße Haus als auch der republikanische Präsident des Abgeordnetenhauses, John Boehner, erklärten am Dienstag, sie hielten den Vorschlag der Gegenseite für unzureichend, würden aber weiter verhandeln.

 

    Einmal mehr im Fokus standen die Apple-Aktien , die mit einem Plus von mehr als zwei Prozent an ihre gestrige Erholung vom vorangegangenen Kursrutsch anknüpften. Laut Händlern stützte nach den davor negativen Analystenstudien ein Kommentar der Bank of America, wonach der Ausverkauf der Titel wohl übertrieben gewesen sei. Seit dem Rekordhoch bei über 700 Dollar waren sie in der Spitze um fast 30 Prozent abgesackt. Im Blickfeld bleibt Apple auch wegen andauernder Patentstreitigkeiten mit Samsung, nachdem die Südkoreaner einen großen Teil ihrer Vorwürfe in Europa fallen ließen. Die Nachricht kam postwendend auf die Meldung, wonach der iPhone- und iPad-Hersteller einen Rückschlag in den USA erlitten hat. Eine kalifornische Richterin hat demnach die von Apple geforderten Verkaufsverbote gegen mehr als zwei Dutzend Samsung-Smartphones verweigert.

 

    Auch die Bankenwerte gehörten zu den Gewinnern: Im Dow legten Bank of America um über anderthalb Prozent zu. Außerhalb des Leitindex verteuerten sich Goldman Sachs und Morgan Stanley um jeweils knapp drei Prozent. Dagegen blieben JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) mit einem Plus von einem halben Prozent hinter dem Branchentrend zurück.

 

    Die Aktien von General Motors (Motors Liquidation) schafften einen knapp zweiprozentigen Kursanstieg, nachdem der Autobauer angekündigt hatte, sein Händlernetz in China ausbauen zu wollen. Die AIG-Titel (American International Group (AIG)) rückten nach dem abgeschlossenen Verkauf der Asiensparte AIA um über ein halbes Prozent vor. Die übrigen Anteile brachten dem Versicherer einen Erlös von umgerechnet 6,45 Milliarden US-Dollar ein und damit etwa so viel wie vom Unternehmen angepeilt.

 

    Kursverluste von fast zwei Prozent erlitten dagegen die Papiere von General Electric (GE), womit sie Schlusslicht im Dow waren. Der Mischkonzern steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor der milliardenschweren Übernahme des italienischen Luftfahrtzulieferers Avio. Am Vorabend hatte das Unternehmen angekündigt, 2013 in einem rauen Umfeld mit einer starken Entwicklung zu rechnen./gl/jha/

 

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