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20.01.2012 20:09

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Aktien New York: Dow freundlich - Google zieht Nasdaq ins Minus

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    NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt ist am Freitag gemischt in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Während der Dow (Dow Jones) komfortabel in der Gewinnzone lag, verharrten der S&P 500 und die Indizes an der Technologiebörse Nasdaq in der Verlustzone. Enttäuschende Unternehmenszahlen von Google und auch von General Electric (GE) hätten den Optimismus hinsichtlich der laufenden Berichtssaison allgemein etwas getrübt, hieß es am Markt. Der Dow Jones Industrial stieg mit plus 0,55 Prozent zuletzt auf 12.691,79 Punkte. Der S&P 500 lag hingegen leicht im Minus mit 0,14 Prozent bei 1.312,71 Punkten. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Composite-Index (NASDAQ Composite) 0,11 Prozent auf 2.785,40 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 (NASDAQ 100) büßte 0,20 Prozent auf 2.436,79 Punkte ein.

 

    Siemens-Konkurrent (Siemens) General Electric (GE) und auch der Suchmaschinenriese Google konnten mit ihrem am Vorabend vorgelegten Zahlen nicht überzeugen. Die Quartalsberichte der laufenden Berichtssaison seien bislang sehr durchwachsen ausgefallen, sagte ein Aktienstratege in New York. Gemessen an den Vorjahren, in denen drei Viertel der Unternehmen die Schätzungen des Marktes übertroffen hätten, seien die bisherigen Berichte klar enttäuschend ausgefallen. Die Verkäufe bestehender Häuser auf dem noch immer schwächelnden US-Immobilienmarkt verliehen dem Aktienmarkt keine Impulse. Sie waren in etwa wie erwartet gestiegen.

 

    Das US-Industrieschwergewicht GE hatte im Schlussquartal 2011 zwar seinen Wachstumskurs fortsetzen können und steigerte auch den operativen Gewinn das siebte Quartal in Folge im zweistelligen Prozentbereich. Analysten hatten insgesamt jedoch mit einem noch stärkeren Wachstum gerechnet. Die Papiere des Mischkonzerns kletterten nach anfangs deutlichen Verlusten sogar kurz ins Plus, notierten zuletzt aber wieder mit 0,05 Prozent Verlust bei 19,14 Dollar mit einem geringen Abschlag.

 

    Google (Google) enttäuschte die Anleger ebenfalls. Der Internetkonzern verzeichnete zwar einen Umsatzsprung und auch einen höheren Gewinn, die kräftig gestiegenen Kosten allerdings bremsten das Gewinnwachstum aus. Die Aktie des Konzerns aus Mountain View fiel zuletzt um 8,24 Prozent auf 586,88 Dollar. Der weltgrößte Chiphersteller Intel konnte hingegen trotz fehlender PC-Bauteile wegen der Flut in Thailand sein Geschäft kräftig ausbauen. Die Aktie des Halbleiterriesen legte um 2,18 Prozent auf 26,19 Dollar zu.

 

    Microsoft (Microsoft) und IBM konnten ihre Aktionäre deutlicher erfreuen und setzten sich an die Spitze des Dow. Der Aktienkurs des Software-Primus aus Redmonton stieg um 5,07 Prozent auf 29,55 Dollar, und die Papiere des Technologieriesen IBM gewannen 4,23 Prozent auf 188,16 Dollar. Microsoft glich die schwächelnde Nachfrage nach seinem Betriebssystem-Flaggschiff Windows 7 durch ein besseres Geschäft mit Bürosoftware aus, auch die Spielekonsole XBOX 360 verkaufte sich gut. Das Ergebnis je Aktie übertraf die Markterwartungen. Bei IBM zahlte sich der Fokus auf Software und Dienstleistungen weiter aus. Im Schlussquartal 2011 waren die beiden Bereiche erneut die Wachstumstreiber. Beim Umsatz wurden die Erwartungen der Marktexperten zwar verfehlt, beim Ergebnis dafür übertroffen.

 

    Das Kreditkartenunternehmen American Express konnte in seinem vierten Quartal ebenfalls positive Zahlen vermelden. Die Erträge stiegen dank der Kauflust der Kunden, und auch beim Gewinn stand unter dem Strich rund ein Fünftel mehr als noch vor einem Jahr. Doch die Markterwartungen konnte der Konzern damit nicht schlagen: Weil Analysten mit mehr gerechnet hatten, gab die Aktie am Ende des Dow um 1,96 Prozent auf 49,95 Dollar nach.

 

    Ebenfalls mit Zahlen im Fokus stand der weltgrößte Ölfeld-Dienstleister Schlumberger . Er steigerte seinen Gewinn im vierten Quartal. Die Papiere des Konzerns stiegen um 0,77 Prozent auf 73,42 Dollar. Ölkonzerne hätten aufgrund gestiegener Ölpreise ihre Ausgaben für Förderung und Produktion hochgefahren, hieß es am Markt./men/ck

 

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