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19.01.2012 20:10

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Aktien New York: Dow mit moderaten Gewinnen - Bankenwerte sehr fest

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    NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat am Donnerstag trotz guter Daten vom US-Arbeitsmarkt und starker Zahlen von Banken verhältnismäßig moderate Kursgewinne aufgewiesen. Das Geschäftsklima des Philly-Index trübte die Stimmung leicht. Der Dow Jones Industrial (Dow Jones) lag zuletzt im Plus mit 0,27 Prozent bei 12.612,29 Punkten. Der S&P 500 stieg um 0,52 Prozent auf 1.314,88 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq legte der Composite-Index (NASDAQ Composite) um 0,80 Prozent auf 2.791,75 Einheiten zu und der Auswahlindex Nasdaq 100 (NASDAQ 100) gewann 0,71 Prozent auf 2.443,11 Punkte.

 

    Gut aufgenommene Zahlen der Bank of America und von Morgan Stanley hatten zunächst die Stimmung gehoben. Die beiden Großbanken hatten sich relativ widerstandsfähig gegen die Finanzmarktturbulenzen der vergangenen Monate gezeigt und damit Optimismus ausgelöst. Ein Marktstratege sagte, er glaube an positive Überraschungen in der bevorstehenden Berichtssaison. Zudem waren die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche ungewöhnlich stark gesunken. Im Wochenvergleich fiel die Zahl um 50.000 auf 352.000. Volkswirte hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, allerdings nur auf 384.000 Anträge.

 

    Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia fiel jedoch im Januar schwächer aus als erwartet. Der entsprechende Index war von revidiert 6,8 Punkten im Vormonat auf 7,3 Punkte gestiegen, Experten hatten jedoch einen Wert von 10,3 Punkten erwartet. Nachdem der Leitindex Dow daraufhin kurz in die Verlustzone abgetaucht war, erholte er sich in der Folge wieder etwas.

 

    Ein milliardenschwerer Vergleich hat die US-Investmentbank Morgan Stanley in die roten Zahlen gedrückt. Das Wall-Street-Haus hatte einen langen Streit um Hypothekenpapiere mit dem Anleiheversicherer MBIA beigelegt und dabei Zugeständnisse gemacht. Das sorgte im vierten Quartal für einen kräftigen Verlust. Die Aktien schnellten dennoch um 5,30 Prozent hoch. Die Kosten des Vergleichs waren bereits bekannt, und die Anleger hatten sogar mit einem noch höheren Minus gerechnet. Zudem konnte Morgan Stanley im Tagesgeschäft dagegenhalten: Die Bank kam mit den Turbulenzen auf den Kapitalmärkten besser zurecht als gedacht.

 

    Die angeschlagene Bank of America beendete das Jahr ebenfalls versöhnlich. Der Problemfall unter den US-Großbanken erwirtschaftete nicht zuletzt dank milliardenschwerer Verkäufe etwa von Anteilen an der China Construction Bank im vierten Quartal einen Gewinn. Investoren schienen vom Zahlenwerk überzeugt: Die Papiere der Bank stiegen um 3,82 Prozent.

 

    Der größte US-Autozulieferer Johnson Controls hingegen hat Probleme. Die Aktie des im S&P 500 notierten Unternehmens rutschte um 8,99 Prozent ab, nachdem der Konzern wegen schwächerer Nachfrage aus Europa seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr gekappt hatte.

 

    Ebay-Titel (eBay) standen bei Anlegern mit 3,43 Prozent Zuschlag hoch im Kurs. Die am Vorabend nach Börsenschluss präsentierten Zahlen hatten die Erwartungen der Analysten übertroffen. Das Online-Auktionshaus erhielt für den Verkauf seiner Tochter Skype knapp 2,3 Milliarden Dollar. Das trieb den Gewinn im vergangenen Jahr kräftig nach oben. Gezahlt hatte den der Software-Riese Microsoft . Der Konzern hatte Skype zur Jahresmitte für insgesamt 8,5 Milliarden Dollar von einer Gruppe von Investoren übernommen hatte, zu der auch Ebay gehörte.

 

    Anteilsscheine von Eastman Kodak wurden angesichts des Insolvenzantrags der Kalifornier nach dem amerikanischen Verfahren "Chapter 11" vom Handel ausgesetzt. Sie seien für eine Notierung an der NYSE den Regeln entsprechend nicht mehr geeignet, hieß es seitens der NYSE Euronext zur Begründung. Der Fotopionier flüchtet sich wegen anhaltender Probleme in den Gläubigerschutz. Damit versucht Kodak, das Ruder herumzureißen und seine finanziellen Probleme zu lösen. Unterstützung erhält das Unternehmen von der Citigroup, die Kodak einen neuen Kredit von 950 Millionen Dollar zur Verfügung stellt, sofern das Insolvenzgericht dem zustimmt. Das Geschäft solle vorerst normal weiterlaufen, hieß es.

 

    Beim Software-Unternehmen F5 Networks hingegen laufen die Geschäfte glänzend. Im ersten Geschäftsquartal verdiente das Unternehmen aus Seattle mehr als Analysten erwartet hatten. Auch mit dem Ausblick auf das zweite Quartal konnte das Unternehmen überzeugen. Die Aktie sprang mit einem Plus von 12,76 Prozent an die Spitze des Nasdaq 100./men/ck

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