NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Dienstag im Verlauf mit freundlicher Tendenz präsentiert. Vor dem am Donnerstag beginnenden EU-Gipfel zur europäischen Schuldenkrise bewegten sich die Notierungen in einer engen Bandbreite. Der
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) stand zuletzt 0,25 Prozent im Plus bei 12.533,84 Punkten. Im frühen Geschäft war der US-Leitindex nach überraschend schwachen Konjunkturdaten ins Minus gerutscht. Der breiter gefasste
S&P 500 kletterte um 0,48 Prozent auf 1.320,01 Punkte. Der technologielastige
Nasdaq Composite (
NASDAQ Composite) stieg um 0,50 Prozent auf 2.850,48 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) rückte um 0,48 Prozent auf 2.545,79 Punkte vor.
Die Gewinner wurden dabei von Verbrauchsgüteraktien und Finanzwerten angeführt. Positiv aufgenommen wurden Händlern zufolge aktuelle Statistiken aus der Immobilienbranche. Demnach setzt sich die Erholung am US-Häusermarkt fort: Im April legten die Hauspreise deutlich stärker als erwartet zu. Die gute Nachricht sei, dass von der Haus- und Wohnungsbaubranche kein Gegenwind für die Konjunktur drohe, sagte Hank Smith, Manager beim Vermögensverwalter Haverford Trust.
Dagegen sorgten andere Wirtschaftsdaten zwischenzeitlich für Ernüchterung. So hatte sich das US-Verbrauchervertrauen im Juni unerwartet deutlich eingetrübt. Auch das Geschäftsklima im Notenbankdistrikt Richmond war im Juni stärker als erwartet gesunken und unter die Expansionsschwelle gefallen. Skepsis herrsche auch im Vorfeld des am Donnerstag beginnenden Treffens der EU-Staats- und Regierungschefs vor, hieß es. Der Markt rechne eher nicht mit substanziellen Fortschritten bei der Lösung der EU-Schuldenkrise.
Aktien von News Corp profitierten von Überlegungen über eine mögliche Aufspaltung und stiegen um 8,26 Prozent. Für Rupert Murdoch wäre eine Teilung seines Medienimperiums in einen Verlag und ein Film- und TV-Unternehmen denkbar, teilte das Unternehmen mit, äußerte sich aber nicht zu Einzelheiten.
Aufschläge von 4,47 Prozent gab es bei den Papieren von Seagate Technology. Nach Angaben der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), die auch als Indexanbieter auftritt, soll der Festplatten-Hersteller den Energiekonzern Progress Energy im breit gefassten Aktienindex S&P 500 ersetzen. Die Papiere der Apollo Group verteuerten sich um 9,52 Prozent, nachdem das Bildungsunternehmen seinen Gewinnausblick angehoben hatte./edh/hbr