NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem guten Start in die Berichtssaison haben die US-Standardwerte am Mittwoch fester tendiert. Nach zuletzt zwei schwächeren Tagen rückte der Leitindex
Dow Jones zuletzt um 0,44 Prozent auf 13.387,61 Punkte vor. Der breiter gefasste S&P 500 Index (
S&P 500) stieg um 0,27 Prozent auf 1.461,08 Punkte und auch die Technologiewerte an der
Nasdaq zeigten sich freundlich. Der Composite-Index (
NASDAQ Composite) legte um gut ein halbes Prozent auf 3.105,59 Zähler zu und der Auswahlindex Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) stieg um 0,37 Prozent auf 2.728,91 Punkte.
Experten zufolge hat Alcoa mit den Zahlen eine positive Duftmarke gesetzt. "Wenn wir weitere gute Ergebnisse von großen Unternehmen sehen, dürfte dies dem Markt auf jeden Fall Rückenwind geben", so ein Marktbeobachter. Der Aluminiumkonzern war im Schlussquartal in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt und hatte einen unerwartet hohen Umsatz erwirtschaftet. Zudem punktete das Unternehmen, das wegen der breiten Verwendung von Aluminium als ein Gradmesser für die Konjunktur gilt, mit einem zuversichtlicheren Ausblick.
Die Alcoa-Titel (Alcoa) konnten davon aber nur zeitweilig profitieren: Aufgrund der positiven Reaktionen zunächst fest gestartet, tauchten sie zeitweise sogar ins Minus ab. Zuletzt standen sie wieder knapp mit 0,11 Prozent im Plus bei 9,14 US-Dollar und damit im Mittelfeld des Dow Jones. Schlusslicht waren dort mit großem Abstand die Aktien der Bank of America, die 3,67 Prozent einbüßten. Händler verwiesen als Belastung auf einen negativen Analystenkommentar der Credit Suisse.
Spitzenreiter im Leitindex waren dagegen die Aktien von Boeing. Obwohl sich die Pannenserie beim Langstreckenjet 787 auch den dritten Tag in Folge fortsetzte, erholten sich die Titel mit einem Anstieg um mehr als drei Prozent von ihren jüngsten Abgaben. Nachdem an den vergangenen zwei Tagen schon Probleme mit dem "Dreamliner" für Aufsehen gesorgt hatten, wurde nun ein Inlandsflug in Japan wegen Problemen mit den Bremsen einer Maschine gestrichen.
Der Mobilfunker Sprint Nextel bekommt derweil bei der geplanten Komplettübernahme der Tochter Clearwire Gegenwind. Sprint-Titel quittierten dies mit einem Minus von eineinhalb Prozent, während jene von Clearwire um mehr als sieben Prozent anzogen. Der TV-Satelliten-Anbieter Dish Networks funkt mit einer Offerte für den Anbieter von drahtlosen Netzwerken dazwischen. Dessen Papiere profitierten davon mit einem Anstieg um 3,20 Prozent./tih/he