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04.09.2008 22:21

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Aktien New York Schluss: Sehr schwach - Sorgen über Lage am Arbeitsmarkt


        NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Donnerstag belastet von Sorgen über die Lage am Arbeitsmarkt sehr schwach geschlossen. In der abgelaufenen Woche sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gestiegen. Zudem meldete der Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP einen abermaligen Beschäftigungsrückgang im Privatsektor. "Nun machen sich Anleger ihre Gedanken über die monatlichen Arbeitsmarktdaten am morgigen Freitag", sagte Händler Dave Rovelli von Canaccord Adams. Ein überraschend stark gestiegener ISM-Einkaufsmanagerindex konnte die Stimmung nicht heben.

    Der Dow Jones Industrial  rutschte um mehr als 300 Punkte oder 2,99 Prozent auf 11.833,23 Punkte ab. Der marktbreite S&P-500-Index büßte ebenfalls 2,99 Prozent auf 1.236,83 Punkte ein. An der Nasdaq sackte der Composite-Index  um 3,20 Prozent auf 2.259,04 Punkte ab. Für den NASDAQ 100  ging es um 3,18 Prozent auf 1.774,78 Punkte runter.

    Lehman Brothers Holdings   standen ein weiteres Mal im Fokus der Anleger. Der japanische Finanzkonzern Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) will sich nicht an der US-amerikanischen Investmentbank beteiligen oder diese gar übernehmen. Dies sagte ein MUFG-Sprecher am Donnerstag in Tokio und wies damit einen Bericht der britischen Zeitung "The Times" zurück. Die Aktien büßten daraufhin 10,45 Prozent auf 15,17 Dollar ein. Auch andere Banken wie Citigroup   oder Bank of America   kamen deutlich unter Druck. Merrill Lynch   rutschten um satte 7,48 Prozent auf 26,21 Dollar ab. Anleger seien weiter in Sorge um die Höhe der faulen Kredite, die sich womöglich noch in den Büchern der Finanzinstitute befänden, hieß es am Markt.

    Titel von Wal-Mart Stores   hielten sich mit einem knappen Minus von 0,02 Prozent auf 59,78 Dollar weitgehend stabil. Der weltgrößte Einzelhandelskonzern hat, getragen von einem deutlichen Plus im internationalen Geschäft und soliden Zuwächsen in den USA, seinen Erlös deutlicher gesteigert als von Analysten erwartet. Ansonsten enttäuschten die Branchenkollegen eher mit Umsatzeinbrüchen den Markt - die Papiere Abercrombie & Fitch  büßten beispielsweise 6,80 Prozent auf 50,99 Dollar ein.

    Für Aktien von Boeing   ging es um 4,60 Prozent auf 63,03 Dollar nach unten. Der US-Flugzeugbauer hat bis zum Samstag Zeit, einen Streik seiner größten Gewerkschaft zu verhindern. Nachdem die Mitglieder der Branchengewerkschaft in der Nacht zum Donnerstag mit einer hohen Mehrheit für Streik stimmten, gab diese Boeing 48 Stunden Zeit, um ein verbessertes Angebot vorzulegen und damit eine Einigung zu erzielen.

    Stahlwerte kamen deutlich unter Druck. Händler verwiesen als Belastung auf eine Sektorabstufung durch Goldman Sachs. Die Analysten kappten ihre Einschätzung von "Attractive" auf "Neutral". United States Steel büßten 5,12 Prozent auf 112,67 Dollar ein, AK Steel rutschten um 11,09 Prozent auf 40,48 Dollar ab. Olympic Steel  sackten um 10,60 Prozent auf 40,48 Dollar ab.

    An der Nasdaq brachen CIENA   um 24,90 Prozent auf 13,09 Dollar ein. Der Kommunikationsausrüster gab einen Gewinnrückgang im dritten Quartal bekannt und warnte zudem vor Auftragsverzögerungen./dr/fn

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