25.03.2013 19:28
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Aktien New York: Verluste - Unsicherheit über Eurozone

    NEW YORK (dpa-AFX) - Trotz erfolgreicher Verhandlungen zur Rettung Zyperns sind die US-Börsen am Montag in die Verlustzone gerutscht. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones), der kurz nach Handelsstart noch auf ein neues Rekordhoch bei 14.563 Punkten gestiegen war, verlor zuletzt 0,32 Prozent auf 14.465,08 Punkte. Händler verwiesen auf aktuelle Äußerungen des Eurogruppen-Chefs Jeroen Dijsselbloem, die für neue Unsicherheit an den Finanzmärkten auf beiden Seiten des Atlantiks gesorgt hätten. Der marktbreite S&P 500 (S&P 500) verlor 0,17 Prozent auf 1.554,22 Punkte. An der Nasdaq büßte der Composite-Index (NASDAQ Composite) 0,04 Prozent auf 3.243,82 Punkte ein. Der Auswahlindex Nasdaq 100 (NASDAQ 100) sank um 0,08 Prozent auf 2.798,49 Punkte.

    "Die Äußerung des Eurogruppen-Chefs, dass der Restrukturierungsplan für zyprische Banken als Vorlage für den Rest der Eurozone dienen solle, hat die Unsicherheit wieder erhöht", sagte ein Händler. Somit sei nämlich auch in den anderen Euro-Peripherieländern eine Kapitalflucht zu befürchten. Die Aussage könnte aber auch ein "Testballon" der Eurogruppe sein, hieß es weiter. Nachdem die Aktienmärkte das Rettungspaket für Zypern relativ gelassen aufgenommen hätten, werde womöglich nun probiert, wie weit man gehen könne.

    Mit Blick auf Einzelwerte standen insbesondere die Aktien von Dell im Blick, die als Spitzenwert im Nasdaq 100 um 3,04 Prozent zulegten. Der drittgrößte Computerbauer bestätigte am Montag, dass nach Gründer Michael Dell auch der Finanzinvestor Blackstone (The Blackstone Group LP) sowie Milliardär Carl Icahn Interesse am Kauf des PC-Herstellers angemeldet hätten. Beide Vorschläge könnten am Ende die Offerte von Michael Dell ausstechen, erklärte das Unternehmen. "Mit Icahn ist ein echtes Schwergewicht in den Ring gestiegen, denn der weiß, wie man sich in solchen Situationen verhalten muss, um am Ende als Sieger aus dem Kampf gehen zu können", sagte ein Händler. Die Blackstone-Titel sanken um 0,36 Prozent.

    Apple (Apple) profitierten mit plus 0,90 Prozent auf 466,80 Dollar von einer positiven Studie der UBS. Die schweizerische Großbank hatte die Anteilsscheine des iPhone-Herstellers auf die "Most Preferred List" gesetzt und die Einstufung auf "Buy" belassen. Kurzfristig seien einige Kurstreiber zu erwarten, hieß es in der Studie. Dazu gehörten die Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms und die Erhöhung der Dividende sowie ein günstigeres iPhone-Modell und die Vermarktung durch China Mobile. Zudem gab es noch eine kleine Meldung: Der Konzern will seine Kartendienste mit Hilfe eines Spezialisten für die Orientierung in Gebäuden verbessern und kauft das Start-up WifiSLAM. Apple zahlte für das rund zwei Jahre alte Unternehmen nach Informationen des "Wall Street Journal" rund 20 Millionen US-Dollar.

    Die Verizon-Papiere (Verizon Communications) gewannen im Dow 0,37 Prozent. Der britische Telekomkonzern Vodafone bereitet laut einem Bericht der "Sunday Times" den Verkauf seiner Beteiligung an dem hochprofitablen US-Marktführer Verizon Wireless und damit einen der größten Deals aller Zeiten vor. Der britische Mobilfunkkonzern habe bereits mehrere Gespräche über eine Veräußerung seines 45-Prozent-Anteils mit dem Mehrheitseigner Verizon Communications geführt, hieß es aus Branchen- und Bankenkreisen. Die Transaktion könnte den Briten bis zu 135 Milliarden Dollar (104 Mrd Euro) in die Kassen spülen und bereits diesen Sommer erfolgen.

    Im S&P 500 gewannen die Actavis-Aktien (Afrocentric Investment) 0,95 Prozent. Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat in den USA einen Patentstreit über seinen Cholesterinsenker Crestor beigelegt. Mit den Generikaherstellern Actavis und Egis wurde ein Vergleich geschlossen. Beide dürfen vom Mai 2016 an ein sogenanntes Nachahmermittel auf den Markt bringen, müssen aber einen Anteil aus den Erlösen an Astrazeneca zahlen./ck/he

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