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11.05.2012 20:11

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Aktien New York: Wall Street gibt Gewinne ab - Michigan vs. Athen

Deutsche Telekom zu myNews hinzufügen Was ist das?


    NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat zwischenzeitliche Aufschläge am Freitag nehezu komplett wieder abgegeben. Nachdem ein überraschend positives US-Konsumklima den wichtigsten US-Indizes ins Plus verholfen hatte, sorgten Nachrichten aus Athen bis gut zwei Stunden vor Handelsende für Gewinnmitnahmen. Der Dow Jones Industrial (Dow Jones) büßte zuletzt 0,01 Prozent auf 12.853,75 Punkte ein. Dem breiter gefassten S&P-500-Index (S&P 500) blieb ein Zuwachs von 0,08 Prozent auf 1.359,11 Punkte. An der Nasdaq ging es für den Composite-Index (NASDAQ Composite) noch um 0,53 Prozent auf 2.949,05 Punkte nach oben und der Auswahlindex Nasdaq 100 (NASDAQ 100) lag mit 0,59 Prozent im Plus auf 2.631,72 Punkte.

 

    In den USA hatte sich das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima im Mai überraschend von 76,4 Punkten im Vormonat auf 77,8 Zähler aufgehellt. Volkswirte hatten zuvor mit einem leichten Rückgang auf 76,0 Punkten gerechnet. Der Index der Universität Michigan gilt als Barometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Derweil kam aus Athen die Meldung, dass der Versuch zur Bildung einer breiten Koalitionsregierung in Griechenland wohl vorerst gescheitert ist. Die Linksradikalen sind nicht bereit, in eine Koalition mit den Konservativen, den Sozialisten und der kleinen Partei der Demokratischen Linken einzutreten.

 

    Mit Abstand schwächster Wert im Leitindex waren die Papiere von JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) mit minus 8,66 Prozent. Die größte US-Bank hat seit Anfang April rund 2 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet 1,5 Milliarden Euro bei riskanten Spekulationsgeschäften verloren. Bankchef Jamie Dimon räumte ein, dass sich noch weitere Verluste anhäufen könnten, da die Finanzwetten weiterhin liefen. An der Wall Street wurden Erinnerungen an die Finanzkrise 2008 geweckt, die von ähnlich riskanten Geschäften mit synthetischen Finanzprodukten ausgelöst wurde.

 

    JP Morgan ist das bestverdienende Kreditinstitut der Vereinigten Staaten und war einigermaßen ohne Blessuren durch die Finanzkrise gekommen. Experten bezweifeln inzwischen, dass es sich um einen Einzelfall handelt. "JPMorgan hat unter den Banken einen hohen Standard aufrecht erhalten. Wenn selbst die das machen, dann fragt man sich, wer noch?", sagte ein Investmentstratege. Die Aktien der US-Investmentbank Goldman Sachs tendierten entsprechend ebenfalls sehr schwach.

 

    An die Spitze des Dow setzten sich dagegen Intel-Papiere (Intel) mit einem Aufschlag von 2,24 Prozent. Konzernchef Paul Otellini bestätigte, dass die Nachfrage der Geschäftskunden im Rahmen der Erwartungen liege - auch aus Europa. Er bestätigte damit entsprechende Probleme, die am Vortag bei Cisco Systems zu Tage getreten waren, nicht.

 

    Microsoft-Papiere (Microsoft) zogen ebenfalls an. Der Softwarekonzern hat angekündigt, dass er seine Suchmaschine Bing künftig enger mit Facebook verzahnen will. Unterdessen wurde bekannt, dass der geplante Börsengang von Facebook bei institutionellen Investoren auf weniger Interesse stößt als erhofft. Das Online-Netzwerk peilt bei dem IPO Einnahmen bis zu 11,8 Milliarden Dollar an.

 

    Abseits der großen Indizes gaben die in New York gelisteten Hinterlegungsscheine (ADR) von America Movil etwas nach. Der größte Mobilfunkanbieter Lateinamerikas übernimmt zu einem ungenannten Preis Simple Mobile, einen Wiederverkäufer von Kapazitäten der Telekomtochter (Deutsche Telekom) T-Mobile USA. America Movi will den Kauf von Simple Mobile im zweiten Quartal abschließen. Das Unternehmen verkauft SIM-Karten, ohne Handys mitzuliefern./ag/he

 

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