PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX/APA) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte sind am Montag mit deutlichen Gewinnen ins neue Börsenjahr gestartet. Damit folgten sie der starken Entwicklung der anderen europäischen Marktplätze - im vergangenen Jahr hatten sie indes durch die Bank deutlich zweistellige Verluste hinnehmen müssen. Wie an den anderen Börsen waren die Handelsumsätze in Osteuropa zu Jahresbeginn noch sehr gering. Die Feiertage in London und New York dürften ein Mitgrund für die niedrigen Umsätze gewesen sein, hieß es von Aktienhändlern. In Warschau stieg der Leitindex WIG-20 um 2,31 Prozent auf 2.194,11 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index (
WIG) gewann 1,92 Prozent auf 38.318,26 Punkte.
Stark gesucht waren vor allem die Aktien des Minenunternehmens KGHM Polska Miedz (KGHM Polska Miedź), die um 6,60 Prozent auf 117,90 Zloty zulegten. Der polnische Schatzminister Mikolaj Budzanowski hatte sich zuletzt gegen die Höhe der geplanten Steuer für Kupfer- und Silberproduzenten ausgesprochen. Diese sei im internationalen Vergleich zu hoch, so der Schatzminister. Der Prager Leitindex PX stieg um 1,38 Prozent auf 923,7 Punkte. Das Volumen des Aktienhandels belief sich auf rund 0,38 (zuletzt: 0,48) Milliarden tschechische Kronen. Gut gesucht waren vor allem die Bankwerte. Erste Group (Erste Group Bank) stiegen um 3,40 Prozent auf 358,80 Kronen. Komercni Banka legten um 1,53 Prozent auf 3.381,00 Kronen zu. Größere Gewinne sahen bei allerdings moderatem Volumen auch CETV mit einem Plus von 4,45 Prozent auf 133,64 Kronen. Unter den wenigen Verlierern fanden sich Telefonica C.R., die um 0,16 Prozent auf 382,50 Kronen nachgaben. Tschechische Medien berichteten zuletzt über Spekulationen, denen zufolge sich der Telefonica-Mutterkonzern von seiner Tschechien-Tochter trennen könnte. Den Analysten von KBC zufolge sind diese Spekulationen nicht neu und sollten sich nicht im Aktienkurs niederschlagen. In Budapest stieg der ungarische Leitindex Bux (BUX) um 0,98 Prozent auf 17.139,97 Punkte. Das Handelsvolumen belief sich lediglich auf 2,1 (zuletzt: 6,9) Milliarden Forint. Die meisten Kursbewegungen hielten sich zu Jahresbeginn in engen Bandbreiten. Gesucht waren unter den Bux-Schwergewichten vor allem die Aktien des Ölkonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) : Sie stiegen um 2,05 Prozent auf 17.705 Forint. Die Ratingagentur S&P hatte zuletzt ihre Bonitätseinstufung und auch den Rating-Ausblick für Mol bestätigt./mik/APA/gl