03.05.2012 19:16
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Aktien Osteuropa Schluss: Erneut Verluste - Warschauer Börse geschlossen

    WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX) - In einem international schwachen Börsenumfeld sind auch die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte am Donnerstag mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. In Polen blieb die Börse wegen eines Nationalfeiertags geschlossen.

 

    An der Prager Börse gab der PX um 0,90 Prozent auf 924,90 Punkte nach. Die tschechische Nationalbank hatte am Nachmittag, wie von Experten erwartet, den Leitzinssatz bei 0,75 Prozent belassen. Im Blickpunkt standen in Prag die Titel der tschechischen Großbank Komercni Banka , die im ersten Quartal 2012 ihren Nettogewinn um 3,3 Prozent auf 3,49 Milliarden Tschechische Kronen gesteigert und so die Analystenschätzungen (3,29 Milliarden Kronen) übertroffen hatte. Laut den Experten der Berenberg Bank sind dies erfreuliche Zahlen. Das Institut sei nach seinen Abscheibungen auf griechische Staatsanleihen wieder auf seinem "normalen" Profitabilitätsniveau angelangt. Die Aktien verbilligten sich gleichwohl um 2,49 Prozent auf 3.335,00 Kronen.

 

    Die Titel der der Erste Bank (Erste Group Bank) verloren 0,12 Prozent. Die Papiere der Vienna Insurance Group gaben 0,62 Prozent nach. Stärkster Wert im Leitindex PX waren Central European Media Enterprises mit einem Aufschlag von 4,99 Prozent, mit Abstand schwächster Einzelwert waren Kit Digital, die um über 24 Prozent einbrachen.

 

    In Budapest ging es für den Leitindex Bux (BUX) um 0,85 Prozent auf 17.871,46 Zähler abwärts. Damit verpuffte am Markt die positive Nachricht der Österreichischen Kontrollbank (OeKB), wonach mit einer Aufhellung des Geschäftsklimas in Ungarn zu rechnen sei. Demnach sind die Erwartungen der Investoren durchaus positiv. Zwar sei die Erholung in Ungarn "auf relativ niedrigem Niveau", jedoch weist das Land laut OeKB die größten Zuwächse beim Geschäftsklima-Index für die Region Mittelosteuropa (CEE) auf.

 

    Freundlich war der Handelstag für die Schwergewichte der Pharmabranche im Bux: Egis verteuerten sich um 0,99 Prozent und waren damit stärkster Wert im Index. Richter Gedeon legten um 0,70 Prozent zu. Hingegen präsentierten sich Bankenwerte mit dem europäischen Branchentrend deutlich leichter: OTP Bank (Orságos Takar És Ker BK ON) verloren 3,24 Prozent auf 3.678,00 Ungarische Forint, und FHB gingen mit einem Abschlag von 0,87 Prozent auf 568,00 Forint aus dem Handel. Schwächster Einzelwert im ungarischen Leitindex waren Est Media Holdings, die um 7,14 Prozent auf 65,00 Forint abrutschten./emu/APA/tav/he

 

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