BUDAPEST/MOSKAU/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die osteuropäischen Börsen sind am Dienstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während die Aktienmärkte in Prag und Warschau im Plus endeten, verloren die Handelsplätze in Budapest und Moskau weiter an Boden.
In Prag gewann der Leitindex PX 1,21 Prozent auf 995,11 Punkte. Nach oben gezogen wurde der PX insbesondere von den Bankenpapieren Komercni Banka (plus 1,81 Prozent) und Erste Group (Erste Group Bank) (plus 2,62 Prozent). Bankenwerte hätten europaweit von der jüngsten Einigung auf weitere Finanzhilfen für das schuldengeplagte Griechenland profitiert, hieß es am Markt. Papiere der Vienna Insurance Group (VIG) legten etwas besser als erwartet ausgefallene Zahlen vor. Die Aktien stiegen um 0,27 Prozent auf 895,00 Tschechische Kronen. NWR gewannen 6,77 Prozent auf 82,00 Kronen. Die Aktien des Rohstoffunternehmens waren bereits am Vortag um über fünf Prozent angezogen.
In Warschau rückte der Leitindex Wig-20 um 0,05 Prozent auf 2.407,06 Punkte vor. Der breiter gefasste Wig-Index (WIG) stieg um 0,12 Prozent auf 44.655,24 Zähler. Auch hier waren wegen der bewilligten Griechenland-Hilfen Banken-Papiere gut gesucht. So legten etwa Bank Pekao um 1,36 Prozent zu und Handlowy Banka gewannen 0,91 Prozent. Aktien des Minenunternehmens KGHM (KGHM Polska Miedź) fielen mit einem Minus von 3,64 Prozent an das untere Ende des Wig-20-Index. Marktteilnehmer verwiesen auf einen negativen Analysten-Kommentar. Die Titel haben seit Jahresbeginn allerdings bereits mehr als 60 Prozent zugelegt.
In Budapest weitete der Leitindex Bux (BUX) seine Vortagesverluste aus und verlor 0,96 Prozent auf 17.663,97 Zähler. Die ungarische Notenbank (MNB) hat am Dienstag den Leitzins um 25 Basispunkte auf 6,00 Prozent und damit bereits zum vierten Mal seit August gesenkt. Dies war aber allgemein erwartet worden. Anders als die europäischen Banken-Titel konnten die Papiere der größten ungarischen Bank OTP (Orságos Takar És Ker BK ON) nicht von der jüngsten Einigung über weitere Finanzhilfen für Griechenland profitieren und schlossen 1,04 Prozent tiefer bei 3.880 Ungarischen Forint. Die Titel der Hypo-Bank FHB legten hingegen um 0,94 Prozent auf 429 Forint zu. Die Aktien des Pharmaunternehmens Richter Gedeon verloren 2,85 Prozent auf 35.560 Forint. Mol und Magyar Telekom (Magyar Telekom Telecommunications) schlossen kaum verändert.
In Moskau fiel der RTS-Interfax-Index (RTS) um 0,66 Prozent auf 1.417,60 Punkte./APA/edh/he