22.02.2012 19:39
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Aktien Osteuropa Schluss: Verluste - Schwache Konjunkturdaten

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    WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST(dpa-AFX/APA) -Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Mittwoch mit Verlusten aus dem Handel gegangen.

 

    In Prag fiel der PX um 0,19 Prozent auf 1.014,1 Punkte. Das europäische Umfeld tendierte ebenfalls schwächer. Neben Gewinnmitnahmen verwiesen Marktteilnehmer auf schwache Konjunkturdaten zur Begründung der Kursverluste.

 

    In einem europäischen Branchenvergleich zeigten sich Rohstoff- und Finanzwerte besonders schwach. Unter den Bankwerten sanken Erste Group (Erste Group Bank) um 1,47 Prozent auf 468 Tschechische Kronen. Die Analysten der Berenberg Bank hatten angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds das Kursziel gesenkt, die Einstufung "Buy" aber beibehalten. Nach Meinung der Experten ist das Institut insgesamt gut aufgestellt. Komercni Banka schlossen gegen den Trend mit einem Plus von einem Prozent auf 3.650 Kronen.

 

    CETV sackten nach Zahlen um über sieben Prozent auf 153,50 Kronen ab. Der Medienkonzern hatte im vierten Quartal 2011 überraschend einen Verlust verzeichnet. Dieser sei überwiegend auf Geschäfte in Bulgarien zurückzuführen, hieß es.

 

    Ceske Energeticke Zavody (CEZ) (CEZ AS) gerieten nach negativen Analystenstimmen ins Blickfeld. Die Citi-Experten hatten das Kursziel für die Energie-Aktie nach unten geschraubt. CEZ gingen dennoch mit einem leichten Plus von 0,20 Prozent auf 838,70 Kronen aus dem Handel.

 

    In Budapest verlor der Bux (BUX) 0,71 Prozent auf 19.055,70 Punkte.

 

    Die EU-Kommission hat ihre Drohung gegen Ungarn wahr gemacht und friert rund 495 Millionen Euro an Fördergeldern aus dem Kohäsionsfonds für 2013 ein. Der Grund: Die nicht zufriedenstellende Korrektur des ungarischen Budgetdefizits. Das teilten EU-Währungskommissar Olli Rehn und Regionalkommissar Johannes Hahn am Mittwoch in Brüssel mit. Ungarn ist das erste EU-Land, das wegen seines zu hohen Haushaltsdefizits mit der Sperre von EU-Fördergeldern in Höhe von knapp einer halben Milliarde Euro bestraft wird.

 

    Pharmawerte zeigten sich am Mittwoch schwächer. Egis verbilligten sich deutlich um 2,48 Prozent auf 16.305 Ungarische Forint und Richter Gedeon sanken um 0,44 Prozent auf 38.000 Forint. Bankwerte zählten europaweit zu den schwächsten Werten. In Budapest schlugen sie indes keine klare Richtung ein. FHB Land Credit & Mortgage Bank gingen mit einem Plus von 0,58 Prozent auf 518 Forint aus dem Handel. OTP Bank (Orságos Takar És Ker BK ON) schlossen 1,18 Prozent leichter bei 3.928 Forint.

 

    MTelekom konnten unterdessen zulegen. Die Titel verbesserten sich um 1,04 Prozent auf 580 Forint. Mol verzeichneten einen Abschlag von 1,10 Prozent auf 18.800 Forint.

 

    In Warschau sank der Wig-20 sank um 1,01 Prozent auf 2.328,36 Punkten und der breiter gefasste Wig-Index (WIG) verlor 0,95 Prozent auf 41.669,41 Zähler.

 

    Der staatlich kontrollierte polnische Metallurgie-Konzern KGHM Polska Miedz (KGHM Polska Miedź) steht kurz vor der größten Firmen-Übernahme in seiner Geschichte. Sein Angebot an die Aktionäre des kanadischen Bergbauunternehmens Quadra sei von deren Hauptversammlung mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit akzeptiert worden, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Auch die Genehmigung des Obersten Gerichtshofs der kanadischen Provinz Britisch Kolumbien liege inzwischen vor, so das Unternehmen am Mittwoch. KGHM-Titel gingen mit einem Minus von 1,14 Prozent auf 138,90 Polnische Zloty aus dem Handel.

 

    Budimex gewannen 1,86 Prozent auf 87,60 Zloty. Das Bauunternehmen plant zwar erst im März die Zahlen für das Gesamtjahr 2011 zu veröffentlichen, hat aber bereits an diesem Mittwoch einige Zahlen vorgelegt. Der Nettogewinn dürfte im vierten Quartal im Vergleich zur Vorjahresperiode dank starker Umsätze gestiegen sein und würde damit die KBC-Analystenerwartungen übertreffen./spe/APA/he

 

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