20.12.2012 14:18
Bewerten
(0)

Börsenjahr 2013: Kein Selbstläufer

Aktien-Strategie-Kolumne: Börsenjahr 2013: Kein Selbstläufer | Nachricht | finanzen.net
Aktienstrategie-Kolumne
Wolfgang Braun
DRUCKEN
Wenige Tage vor Silvester kann man von einem gelungenen Börsenjahr 2012 sprechen.
Mit einem Zuwachs von rund 30 Prozent hat der DAX das Gros der Analystenprognosen getoppt. Wegen der Schuldenprobleme der meisten Industrieländer waren die Experten zu Jahresbeginn eher vorsichtig bei ihren Schätzungen. Ein Punktziel für den DAX haben wir in der Aktien-Strategie nicht abgegeben. Die von uns in der Ausgabe 01/12 vorgegebene Tendenz hat aber etwa gepasst. Wir waren von einer verhaltenen Entwicklung im ersten Halbjahr ausgegangen, hielten dann aber eine positive Tendenz ab dem Spätsommer für möglich. Nach starkem Jahresauftakt war der DAX bis Anfang Juni fast wieder auf sein Ausgangsniveau zurückgefallen. Danach ging es erst langsam, ab Mitte November dann zügig aufwärts.

Und 2013?

Viel wichtiger für die Anleger ist die zu erwartende Entwicklung in 2013. Abzusehen ist bereits jetzt, dass die Notenbanken weiter massiv Liquidität in die Märkte pumpen. Ben Bernanke hat gerade erst ein neues Anleihekaufprogramm angekündigt. Mario Draghi dürfte ebenfalls zu seinem Wort stehen und die Geldschleusen öffnen, wenn notleidende Länder unter den Rettungsschirm flüchten. Auch in Japan flutet man die Märkte mit Geld, was dem Nikkei in den vergangenen Wochen eine Atem beraubende Performance gebracht hat. Und selbst in China deutet sich eine laxere Geldpolitik an. Aktien haben zwar im historischen Vergleich ihre Unterbewertung abgebaut. Im Vergleich zu Anleihen sind sie aber nach wie vor günstig. Da auch die Preise von Immobilien kräftig angezogen sind, bleiben Aktien (und Edelmetalle) die attraktivste Alternative.

Einige Stolpersteine

Die Sorgen der Anleger richteten sich zuletzt verstärkt in die USA. Zwar zeichnet sich eine Einigung im Fiskalstreit ab, auch bei einem Kompromiss lassen sich schmerzhafte Einschnitte nicht vermeiden. Denn nur so können die Vereinigten Staaten ihr gigantisches Haushaltsdefizit mindern. Im Vergleich dazu hat Europa schon einen Teil seiner „Hausarbeiten“ erledigt. Auch hier gibt es aber noch Stolpersteine.

Einer davon könnte in Italien liegen, wo Silvio Berlusconi mit anti-europäischen Parolen zurück auf die politische Bühne strebt. Die Wahlen Anfang 2013 werden spannend. Zunehmend ins Visier der Anleger könnte außerdem das kriselnde Frankreich rücken. Das Land wäre zu groß für einen Rettungsschirm und würde die Krise damit auf eine neue Stufe heben. Trotz Anlagenotstand - ein Selbstläufer wird 2013 wohl nicht.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur der „Aktien-Strategie“ (früher Global Performance). Der seit 1999 erscheinende Börsenbrief hat sich auf deutsche Wachstums-Aktien spezialisiert. Dank einer ausgefeilten und bewährten Anlagestrategie schlägt das Musterdepot die Vergleichsindizes deutlich. So schaffte das Depot seit seiner Auflegung im März 1999 eine durchschnittliche jährliche Performance von rund 15 Prozent - obwohl in diesen Zeitraum der dramatische Niedergang des Neuen Marktes sowie die Finanzkrise 2008 fällt. Weitere Informationen unter www.aktien-strategie.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- Dow schließt leichter -- Sinn: Krise der Eurozone nicht vorbei -- Morgan Stanley-Chef: Bitcoin könnte weitere 700% steigen -- Tesla stellt Lkw & Roadster vor

Apple verschiebt Marktstart seines smarten Lautsprechers. Air-Berlin-Chef: Etihad wollte schon vor einem Jahr aussteigen. Tausende protestieren bei Siemens gegen Stellenabbau. Londoner Startup will Bitcoin zum normalen Zahlungsmittel machen. Foot Locker: Hoffnung auf anziehende Sportschuh-Käufe in den USA.

Top-Rankings

KW 46: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 45: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die Länder mit den größten Goldreserven 2017
Wo lagert das meiste Gold?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2017
Wer verdiente am meisten?
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Das sind die größten Privatbanken weltweit
Welche Bank macht 2017 das Rennen?
Die besten Städte für Londoner Banker
Welche Stadt bietet die meisten Vorteile?
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass eine Jamaika-Koalition zustande kommt?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Daimler AG710000
EVOTEC AG566480
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
AIXTRON SEA0WMPJ
BP plc (British Petrol)850517
E.ON SEENAG99
Scout24 AGA12DM8
Siemens AG723610
BMW AG519000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Fresenius SE & Co. KGaA (St.)578560
Allianz840400