AIR FRANCE-KLM
LONDON - Morgan Stanley hat die Aktie von Air France-KLM von "Underweight" auf "Equal-weight" hochgestuft und das bislang gültige Kursziel von 6,30 Euro gestrichen. Die jüngsten Quartalszahlen hätten gezeigt, dass die Durchschnittserlöse je Passagier erheblich unter Druck stünden und im Geschäftsjahr 2011 zu einem schwächeren operativen Gewinn als erwartet führten, schrieb Analystin Penelope Butcher in einer Studie vom Dienstag. Marktteilnehmer richteten ihr Augenmerk nun auf den für März 2012 erwarteten neuen Business-Plan der Fluggesellschaft, um zu sehen, was der Konzern gegen die Schwäche zu tun gedenke.
BASF
LONDON - Die Citigroup hat die Aktie von BASF auf die "Most Preferred List" gesetzt und die Einstufung auf "Buy" mit einem Kursziel von 72,00 Euro belassen. BASF ersetze in der Liste das Papier von Bayer , schrieb Analyst Andrew Benson in einer Studie vom Dienstag. Das Ludwigshafener Chemieunternehmen habe im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen, so der Experte. Seiner Ansicht nach ist der Titel unterbewertet. Die Dividende stütze den Kurs.
BIOTEST VORZUGSAKTIEN
DÜSSELDORF - HSBC hat das Kursziel für Biotest-Vorzugsaktien (Biotest vz) nach Abschluss der Tregalizumab-Studie von 54,00 auf 50,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Mit den Testergebnissen seien die Erwartungen an die hohe Wirksamkeit des Präparats zur Behandlung chronischer Plaque-Psoriasis bestätigt worden, schrieb Analyst Jan Keppeler in einer Studie vom Dienstag. Auch wenn mit einer Erholung der Gewinnmargen im dritten Geschäftsquartal zu rechnen sei, bleibe aber der Preisdruck bei den Plasmaproteinpräparaten weiter bestehen.
DAIMLER
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Daimler von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 48,00 auf 36,00 (Kurs: 31,530) Euro gesenkt. Das Jahr 2012 dürfte für den Autobauer bestenfalls ein Übergangsjahr mit vermutlich sinkenden Gewinnen werden, schrieb Analyst Jochen Gehrke in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Die Risiken seien wegen der zunehmenden konjunkturellen Ungewissheit deutlich gestiegen. Modellwechsel bei den Kleinwagen und die alternden größeren Modelle dürften den Erlös je Fahrzeug belasten. Zudem dürfte das Lkw-Geschäft in Europa und Lateinamerika abnehmen. Vor diesem Hintergrund habe er die Gewinnprognosen etwas reduziert.
DEUTSCHE EUROSHOP
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Bewertung von Deutsche EuroShop mit "Buy" und einem Kursziel von 26,90 Euro wieder aufgenommen. Im gegenwärtigen Marktumfeld schätze er das konservative Geschäftsmodell der auf Einkaufszentren spezialisierten Immobiliengesellschaft, schrieb Analyst Markus Scheufler in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Diese Vorzüge seien nicht eingepreist. Die Investoren dürften verstärkt risikoarme und qualitativ gute Anlagen vorziehen. Genau dies sei Deutsche Euroshop angesichts der gut vorhersagbaren Cashflows. Zudem sei das Immobilienportfolio konservativ bewertet.
EDF
PARIS - Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Electricite de France (EdF) von 30,00 auf 26,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Er gewichte die beiden möglichen Kursziele, die sich je nach Ausgang der französischen Präsidentschaftswahl 2012 ergeben könnten, nun mit jeweils 50 Prozent, schrieb Analyst Benjamin Leyre in einer Studie vom Dienstag. Sollte Nicolas Sarkozy im Amt bleiben, würde der Wert je Aktie wieder bei 30 Euro liegen. Die Ängste des Marktes hinsichtlich der politischen Risiken seien allerdings übertrieben. Die Sozialisten und die Grünen hätten ihre Vereinbarung über die Stilllegung von 24 Kernreaktoren bis 2025 bereits heruntergespielt.
K+S
FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für K+S nach einer Machbarkeitsstudie für das Legacy-Projekt in Kanada auf "Buy" mit einem Kursziel von 57,00 Euro belassen. Der Kali- und Salzhersteller habe seine Angaben für die nachgewiesenen Reserven von 136 auf 160 Millionen Tonnen Kaliumchlorid erhöht, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Dienstag. Die Investitionskosten hätten sich zwar ebenfalls erhöht, gleichzeitig rechne K+S aber bis 2017 auch mit einer Steigerung der Abbaukapazitäten auf zwei Millionen Tonnen pro Jahr - mehr als bisher erwartet.
K+S
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für K+S nach einer unternehmenseigenen Studie zum Legacy-Projekt in Kanada auf "Add" mit einem Kursziel von 48,00 Euro belassen. Der Kapitalaufwand für das Projekt sei höher als erwartet, schrieb Analyst Lutz Grüten in einer Studie vom Dienstag. In einer vorherigen Präsentation habe K+S nicht von 2,4 Milliarden Euro, sondern von 2,4 Milliarden US-Dollar gesprochen. Zu der Anpassung dürften unter anderem Währungseffekte beigetragen haben. Viele Analysten müssten das Projekt allerdings noch in ihre Schätzungen einarbeiten und so dürften die durchschnittlichen Marktprognosen in den kommenden Tagen wahrscheinlich steigen, fügte der Experte hinzu.
MERCK KGAA
LONDON - Die Citigroup hat die Aktie von Merck KGaA (Merck) von der "Least Preferred List" gestrichen und die Einstufung auf "Neutral" mit einem Kursziel von 65,00 Euro belassen. Verfehlte Erwartungen beim MS-Medikament Rebif, der Wettbewerb für das Krebsmedikament Erbitux sowie eine schwächere Nachfrage nach LCD-Produkten seien mögliche Gefahren für das Kursziel, schrieb Analyst Mark Dainty in einer Studie vom Dienstag. Ein höheres Ziel könnte sich hingegen durch positive Nachrichten zur Pipeline sowie durch eine bessere Entwicklung der LCD-Sparte ergeben.
PHILIP MORRIS
HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Philip Morris auf "Buy" mit einem Kursziel von 78,00 (Kurs: 73,09) US-Dollar belassen. Nach den jüngsten Prognosen des Tabakherstellers habe er seine Schätzungen für den bereinigten Gewinn je Aktie für die Jahre 2011 bis 2013 jeweils um ein Prozent erhöht, schrieb Analyst Erik Bloomquist in einer Studie vom Dienstag.
QIAGEN
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Qiagen (QIAGEN) nach Ankündigung der jüngsten Umbaupläne auf "Hold" belassen. Das Biotechnologie-Unternehmen wolle weltweit zwischen acht und zehn Prozent der Stellen streichen und sich auf Geschäftsfelder mit größeren Wachstumsaussichten konzentrieren, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Dienstag. Die voraussichtlich einzusparenden 50 Millionen Euro wolle Qiagen allerdings größtenteils reinvestieren. Der Schritt sei zwar positiv zu bewerten, belaste kurzfristig allerdings das Ergebnis.
QIAGEN
FRANKFURT - Independent Research hat Qiagen (QIAGEN) nach der Ankündigung eines Spar- und Effizienzprogramms auf "Halten" mit einem Kursziel von 11,00 Euro belassen. Er werte dies positiv, da das Biotechunternehmen hierdurch seine Wettbewerbsposition in der molekularen Diagnostik verbessern sowie langfristig die Profitabilität steigern dürfte, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Dienstag. Zudem sollte das Programm dem Kurs positive Impulse geben. Dem gegenüber stehe die angespannte Wirtschaftslage in dem für Qiagen wichtigen US-Markt. Daher bleibe es beim "Halten"-Votum.
QIAGEN
DÜSSELDORF - Die WestLB hat die Einstufung für Qiagen (QIAGEN) nach Ankündigung von Stellenstreichungen auf "Add" mit einem Kursziel von 11,70 Euro belassen. Das vierte Geschäftsquartal und das Jahr 2012 dürften zwar von den anfallenden Restrukturierungskosten zunächst belastet werden, aber die künftig frei werdenden Mittel könnten in neue Technologien und expandierende Märkte investiert werden, schrieb Analyst Mark Belsey in einer Studie vom Dienstag. Auf seine Schätzungen hätten die Maßnahmen daher letztlich kaum Einfluss.
RIO TINTO
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Rio Tinto nach einer Investorenveranstaltung zum Aluminium- und Eisengeschäft von 5.100 auf 4.960 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Bergbaukonzern habe die positiven langfristigen Perspektiven für die Eisenerz- und Aluminiumnachfrage verdeutlicht, gleichzeitig aber auf kurzfristige Belastungen für die Gewinnentwicklung verwiesen, schrieb Analyst Rob Clifford in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Zudem habe das Unternehmen die Investitionsprognosen angehoben. Das Kaufvotum für die unterbewerteten Aktien habe indes Bestand.
RIO TINTO
ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für Rio Tinto nach einer Investorenveranstaltung von 6.000 auf 5.650 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Wegen angekündigter höherer Kosten im Aluminium-Geschäft und Mehrkosten für die Evaluierung seien die Gewinnprognosen für 2011 gefallen, schrieb Analyst Myles Allsop in einer Studie vom Dienstag. Der Substanzwert sei wegen höherer Investitionen ebenfalls gesunken. Positiv seien allerdings die Unternehmensaussagen gewesen, dass der Bergbaukonzern gegenwärtig seine gesamte Produktion am Markt verkaufe. Die günstig bewerteten Aktien zählten zu den Sektor-"Top Picks".
SANOFI
LONDON - Die Citigroup hat die Aktie von Sanofi von der "Most Preferred List" gestrichen, die Einstufung aber auf "Buy" mit einem Kursziel von 70,00 Euro belassen. Das Ziel spiegele die besseren Gewinnaussichten je Aktie im Jahr 2013 sowie ein etwas nachhaltigeres Wachstum in den Folgejahren wider, schrieb Analyst Mark Dainty in einer Studie vom Dienstag. Allerdings meldete er auch Bedenken an, etwa zum Sicherheitsaspekt der Medikamente Lantus und Multaq.
SIEMENS
LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für Siemens von 80,00 auf 75,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber aus Bewertungsgründen auf "Equal-weight" belassen. Mit ihrer Diagnostics-Sparte und dem Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN) (Nokia) stünden die Münchener vor erheblichen strukturellen Herausforderungen, schrieb Analyst Ben Uglow in einer Studie vom Dienstag. Ungeachtet des konjunkturellen Gegenwinds schienen sich die Margen des Technologiekonzerns aber zu normalisieren.
THOMAS COOK
LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für die Aktie von Thomas Cook nach erhaltenen neuen Krediten von 70,00 auf 15,00 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Die dringlichsten Liquiditätsengpässe habe der Reiseveranstalter damit beseitigt, schrieb Analyst Komal Dhillon in einer Studie vom Dienstag. Wegen des vermutlich schwierigen Sommergeschäfts 2012 habe er die operativen Gewinnschätzungen reduziert. Allerdings dürfte Thomas Cook durch die Geschäftsaktivitäten und Beteiligungsverkäufe genügend liquide Mittel generieren, um die potenziell hohen Zinsen zu zahlen und die Verschuldung zu senken. Zwar könnten geduldige Anleger belohnt werden, doch dürfte der Kurs vorerst volatil bleiben.
/he
(dpa-AFX)
Bildquellen: Julian Mezger