AURUBIS AG
DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für Aurubis nach der Anteilsaufstockung auf 25 Prozent durch Salzgitter sowie der Ernennung von Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann zum neuen Aurubis-Aufsichtsratschef auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 50,00 Euro belassen. Den Zukauf sehe er nicht als Signal für eine unmittelbar bevorstehende Übernahme des Kupfer-Konzerns durch den Stahlkocher, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Dienstag. Aurubis sei ein hochprofitables Unternehmen und habe jüngst seine Ziele für das Geschäftsjahr 2010/11 angehoben.
BANK OF AMERICA CORPORATION
FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat Bank of America nach Bekanntgabe des Verkaufs von rund der Hälfte ihrer Beteiligung an der China Construction Bank auf "Verkaufen" mit einem Kursziel von 6,25 US-Dollar belassen. Die Erlöse der Transaktion seien mit 8,3 Milliarden US-Dollar leicht unter seinen Erwartungen von 8,5 Milliarden Dollar ausgefallen, schrieb Analyst Stefan Bongardt in einer Studie vom Dienstag. Im Ausweis der US-Großbank dürfte sich damit das Kernkapital ("Core Tier I") um 3,5 Milliarden US-Dollar erhöhen. Im Branchenvergleich bleibe aber die Eigenkapitalausstattung auch nach dem Beteiligungsverkauf unterdurchschnittlich, was sich in der weiteren Kursentwicklung niederschlagen dürfte. Seine Prognosen werde er erst nach Abschluss der Transaktion anpassen.
BAYER AG
ZÜRICH - Die Credit Suisse hat das Kursziel für Bayer von 66,00 auf 55,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Angesichts der positiven Studiendaten des Konkurrenzmedikamentes Apixaban von Pfizer und Bristol-Myers Squibb bei der Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit Vorhofflimmern müsse Bayer hart kämpfen, um seinen Gerinnungshemmer Xarelto in dieser Indikation zu etablieren, schrieb Analystin Luisa Hector in einer Studie vom Dienstag. Die Expertin reduzierte ihre Gewinnschätzungen von 2012 an um drei Prozent. Die Unsicherheit hinsichtlich Xarelto dürfte den Kurs belasten, bis ein nachhaltiges Erlöswachstum mit diesem Mittel vor dem Verkaufsstart von Apixaban erkennbar werde.
BOEING CO
LONDON - Nomura hat Boeing von "Reduce" auf "Neutral" hochgestuft, aber das Kursziel auf 70,00 US-Dollar (Kurs 65,90) belassen. Das Chance-/Risikoprofil der Papiere sei mittlerweile ausgewogener, schrieb Analyst Jason Adams in einer Studie vom Dienstag. Die Umsatzentwicklung könnte von der Ausrüstung der Boeing 737 mit neuen Triebwerken profitieren.
COMMERZBANK AG
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Commerzbank auf "Buy" mit einem Kursziel von 3,75 Euro belassen. Unter anderem wegen der neuen regulatorischen Eigenkapitalanforderungen und der Refinanzierungskosten nach dem Ende der staatlichen Unterstützung hätten die deutschen Landesbanken mit beachtlichen Herausforderungen zu kämpfen, schrieb Analyst Alexander Hendricks in einer Branchenstudie vom Dienstag. Darauf könnten die betroffenen Kreditinstitute etwa mit einer Verringerung der Geschäftsaktivitäten reagieren. Andere deutsche Banken wie die Commerzbank könnten das ausnutzen, um Marktanteile zu gewinnen und die Margen zu steigern.
CONTINENTAL AG
FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Conti (Continental) nach den zuletzt deutlichen Kursverlusten von 72,00 auf 56,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Aus fundamentaler Sicht sei der Kurseinbruch angesichts des positiven Unternehmensausblicks und einer anhaltend hohen Nachfrage aus der Autoindustrie ungerechtfertigt, schrieb Analyst Daniel Kukalj in einer Studie vom Dienstag. In der Annahme geringerer Wachstumsraten ab 2012 habe er aber die Gewinnschätzung für das kommende Jahr reduziert. Die niedrige Eigenkapitalquote und die hohe Verschuldung sprächen gegen ein deutliches Aufwärtspotenzial der Aktie.
DEUTSCHE TELEKOM AG
FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Deutsche Telekom angesichts möglicher Veränderungen der Wettberbsverhältnisse auf dem griechischen Telefonmarkt auf "Buy" mit einem Kursziel von 11,50 Euro belassen. Ein Zusammenschluss der dortigen Geschäfte des Konkurrenten Vodafone mit dem lokalen Anbieter Wind Hellas wäre keine gute Nachricht für die dortige Telefongesellschaft OTE, an der die Telekom beteiligt ist, sowie für die Telekom, schrieb Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Dienstag. Denn damit könnte sich der Preisdruck erhöhen. Zwar nütze eine abnehmende Fragmentierung für gewöhnlich den Margen aller Anbieter. Ob die Regulierungsbehörden ein Oligopol von dann nur noch zwei Telefonanbietern zuließen, dürfte aber sehr fraglich sein.
GSW IMMOBILIEN AG
HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für GSW Immobilien nach Halbjahreszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 26,70 Euro belassen. Die von dem Berliner Wohnimmobilienunternehmen gemeldeten Resultate seien solide und im Rahmen seiner Erwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Dienstag. Die rückläufige Zinsbelastung habe sich günstig auf die Kennziffer FFO (Funds from Operations) ausgewirkt. Bei einer Dividendenrendite von 4,2 Prozent und einer Bewertung rund 20 Prozent unterhalb des Nettowertes der bilanzierten Vermögenswerte (NAV) sei die Aktie derzeit günstig.
HEIDELBERGCEMENT AG
ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für HeidelbergCement von 57,00 auf 38,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Wegen reduzierter Konjunkturprognosen habe er die Gewinnschätzungen je Aktie für Baustoffunternehmen für 2012 um durchschnittlich 23 Prozent zurückgenommen, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Branchenstudie vom Dienstag. Während trübe wirtschaftliche Perspektiven größtenteils eingepreist schienen, gebe es im Fall der schlimmstmöglichen Konjunkturentwicklung weitere Kursrisiken. Einen Wert sehe er nach wie vor in den Titeln HeidelbergCement, CRH, Saint-Gobain (Compagnie de Saint-Gobain) und Wolseley. Bei HeidelbergCement gebe es allerdings gewisse Bilanzrisiken während eines Abschwungs, wenngleich die Bilanz stärker sei als während der letzten Wirtschaftskrise.
IVG IMMOBILIEN AG
LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für IVG Immobilien nach Halbjahreszahlen von 6,30 auf 3,00 Euro mehr als halbiert und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Er habe die Gewinnschätzungen infolge der enttäuschenden Resultate und niedrigerer Ziele für das Kapitalwachstum reduziert, schrieb Analyst Harm Meijer in einer Branchenstudie vom Dienstag. Zudem sei der Risikoabschlag angesichts des schwierigeren Refinanzierungsumfeldes gestiegen.
PATRIZIA IMMOBILIEN AG
LONDON - JPMorgan hat Patrizia Immobilien von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. Die Immobilienwerte dürften in Europa in den kommenden fünf Jahren stagnieren, schrieb Analyst Harm Meijer in einer Branchenstudie vom Dienstag. Das schwierige Umfeld sei bei vielen Immobilienwerten allerdings eingepreist. Die Aktien von Patrizia Immobilien zählten zu den attraktiven Papieren im Sektor.
PROSIEBENSAT1 MEDIA AG
MÜNCHEN - Die italienische Großbank Unicredit hat die Einstufung für ProSiebenSat.1 Media (ProSiebenSat1 Media vz) nach Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms auf "Buy" mit einem Kursziel von 27,50 Euro belassen. Die Genehmigung zum Ankauf eigener Aktien sei bereits auf der Hauptversammlung des Medienkonzerns Ende Juni 2011 gegeben worden, weshalb die Meldung für ihn jetzt nicht überraschend gekommen sei, schrieb Analyst Roberto Odierna in einer Studie vom Dienstag. Nach den guten Halbjahreszahlen betrachte er diese Nachricht aber als weiteres positives Signal.
UNITED INTERNET AG
DÜSSELDORF - Die HSBC hat das Kursziel für United Internet von 17,00 auf 15,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Die Zielkorrektur resultiere aus reduzierten Gewinnschätzungen für 2011 bis 2013, schrieb Analyst Dominik Klarmann in einer Studie vom Dienstag. Damit habe er auf die gekürzten Unternehmensprognosen für 2011 sowie die gestiegenen Marketingbemühungen des Internetdienstleisters reagiert. Insgesamt sei United Internet aber in Nischenmärkten gut positioniert, um von der rasant steigenden Nachfrage nach Datenkapazitäten zu profitieren.
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(dpa-AFX)
Bildquellen: Julian Mezger