ANHEUSER-BUSCH INBEV
LONDON - Merrill Lynch hat das Kursziel für Anheuser-Busch Inbev von 46,00 auf 47,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Nico Lambrechts passte in einer Branchenstudie vom Mittwoch die Gewinnprognosen an die jüngsten Kursentwicklungen an. Konsumgüterwerte wie Unilever dürften sich ähnlich wie in der letzten Wirtschaftskrise 2008/09 auch im Fall eines erneuten Konjunktureinbruchs vergleichsweise gut halten. Daher seien die teils recht hohen Bewertungen kein Grund, den Sektor grundsätzlich zu meiden.
ASSICURAZIONI GENERALI
PARIS - Exane BNP Paribas hat Generali (Assicurazioni Generali) von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 15,00 auf 13,00 Euro gesenkt. Im Vergleich zum Sektor seien die Generali-Aktien nach ihrer zuletzt relativ guten Entwicklung zu hoch bewertet, schrieb Analyst Francois Boissin in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenstudie. Das dürfte wegen der vergleichsweise riskanten Kapitalstruktur nicht von Dauer sein. Daher habe er auch das Kursziel angepasst. Sollte die Konjunktur sich weiter abkühlen, würde die italienische Assekuranz mit einer relativ niedrigen Solvabilität hervorstechen. Insgesamt ziehe er die Papiere von Versicherern vor, die vergleichsweise sichere Bilanzkennziffern hätten.
CELESIO AG
FRANKFURT - Die Commerzbank hat Celesio nach dem Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Konzern Medco von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 12,00 auf 14,00 Euro angehoben. Wichtig sei, dass die Apothekenkette Doc Morris nicht wie ursprünglich erwartet bei Medco integriert werde, sondern ein Teil von Celesio bleibe, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie vom Mittwoch. Eine stärkere Ausrichtung auf die Kernkompetenzen sollte seiner Meinung nach effizientere Strukturen ermöglichen und in einem herausfordernden Umfeld für eine bessere Gewinnentwicklung sorgen.
GIVAUDAN AG
LONDON - Die US-Bank Citigroup hat Givaudan vor dem Hintergrund der europäischen Schuldenkrise von "Hold" auf "Sell" abgestuft. Das Kursziel der Aktien des Schweizer Duftstoff- und Aromenherstellers wurde von 900,00 auf 690,00 Franken gesenkt. Die Schuldenkrise, wachsende Arbeitslosigkeit in großen Teilen der reifen Volkswirtschaften und ein abnehmendes Verbrauchervertrauen dürften mittelfristig die Konsumnachfrage belasten, schrieb Analyst Andrew Benson in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Das wiederum dürfte über eine längere Periode hinweg herausfordernd sein für konsumsensible Aktien. Akzo Nobel (Ahold), Givaudan und Symrise hätten wegen steigender Rohstoffkosten bereits die Erwartungen des zweiten Quartals verfehlt. Nun rechnet Benson mit einem noch härteren dritten Quartal und hält bei Givaudan unter anderem den Premium-Aufschlag von 50 Prozent im Vergleich zum Markt für nicht gerechtfertigt.
HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN AG
DÜSSELDORF - Das Bankhaus HSBC hat Heidelberger Druck (Heidelberger Druckmaschinen) von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft, das Kursziel aber von 2,40 auf 1,50 Euro gesenkt. Abnehmende geldpolitische Impulse in Kombination mit den Auswirkungen der Schuldenkrise führten zu einer Senkung der globalen Wachstumserwartung für die kommenden beiden Jahre und zu einer Kürzung der Gewinnprognosen, schrieb Analyst Richard Schramm am Mittwoch in einer Branchenstudie zu mittelgroßen deutschen Industriewerten. Angesichts der jüngsten Kursrückgänge sei dies allerdings schon weitgehend eingepreist, begründete er seine weiterhin positive Einschätzung zum überwiegenden Teil der Sektorwerte. Die Papiere des Druckmaschinenherstellers seien nach dem Kursverfall nun attraktiv genug, um die potenziellen Risiken auszugleichen.
INDITEX (IND.DE DISENO TEXTIL SA)
LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für Inditex (Internolix) von 61,56 auf 71,42 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Zwar habe sie die Gewinnprognosen für den Modekonzern nach oben korrigiert, doch seien die Markterwartungen für 2012 für den Einzelhandelssektor vermutlich zu hoch, schrieb Analystin Gillian Hilditch in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Hoffnungen auf eine Verbesserung des Konsumklimas seien verfrüht.
KABEL DEUTSCHLAND
LONDON - Die US-Investmentbank Merrill Lynch (ML) hat das Kursziel für Kabel Deutschland von 50,40 auf 52,80 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Angesichts der von den Ökonomen der Bank reduzierten Wachstumserwartungen für das Jahr 2012 berücksichtige er in seinen Modellen nun eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Verlangsamung der Wirtschaft, schrieb Analyst Daniel Kerven in einer Sektorstudie vom Mittwoch. Kabel Deutschland gehöre dabei aber weiter zu seinen bevorzugten Sektorwerten und sei insbesondere für jene Investoren geeignet, die sich für ein schwächeres konjunkturelles Umfeld positionieren wollten.
KUKA
DÜSSELDORF - Das Bankhaus HSBC hat das Kursziel für Kuka von 21,00 auf 15,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Abnehmende geldpolitische Impulse in Kombination mit den Auswirkungen der Schuldenkrise führten zu einer Senkung der globalen Wachstumserwartung für die kommenden beiden Jahre und zu einer Kürzung der Gewinnprognosen, schrieb Analyst Richard Schramm am Mittwoch in einer Branchenstudie zu mittelgroßen deutschen Industriewerten. Angesichts der jüngsten Kursrückgänge sei dies allerdings schon weitgehend eingepreist, begründete er seine weiterhin positive Einschätzung zum überwiegenden Teil der Sektorwerte. Das Kurspotenzial der Aktien des Roboterherstellers Kuka rechtfertige allerdings nur ein neutrales Votum.
LANXESS AG
LONDON - JPMorgan hat Lanxess (LANXESS) von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 65,00 auf 40,00 Euro gesenkt. Die Ertragsentwicklung lasse sich für das Spezialchemieunternehmen schwerer vorhersagen als bei einigen Wettbewerbern, schrieb Analyst Neil Tyler in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Zudem seien die Gewinnrisiken in einem negativen gesamtwirtschaftlichen Szenario besonders groß - das Potenzial in besseren Zeiten allerdings auch. Die Zielkorrektur resultiere aus reduzierten Gewinnprognosen vor dem Hintergrund einer möglichen Konjunkturabkühlung in Europa und den USA.
LVMH
LONDON - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für LVMH (PMC-Sierra) von 140,00 auf 131,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Sie sei inzwischen zunehmend vorsichtiger im Hinblick auf den Luxuskonsum im Jahr 2012, schrieb Analystin Louise Singlehurst in einer Studie vom Mittwoch. Daher habe sie ihre Ergebnisprognosen und das Kursziel gesenkt. Dennoch geht Singlehurst davon aus, dass der französische Luxusgüterkonzern gut aufgestellt sei, um sich besser als der Sektor zu entwickeln. Sie rechnet mit Marktanteilsgewinnen und verwies auf die Ausrichtung von LVMH auf Schwellenländer sowie die relativ defensiven Qualitäten der Kernmarke Louis Vuitton.
MTU AERO ENGINES HOLDING AG
LONDON - Goldman Sachs hat MTU (MTU Aero Engines) in die "Conviction Buy"-Liste aufgenommen und das Kursziel von 56,50 auf 64,50 (Kurs: 47,490) Euro angehoben. Die Einstufung für die Aktien lautete vorher bereits "Buy". Analyst David Perry verwies auf den unerwartet hohen, jüngst vorgeschlagenen deutschen Verteidigungshaushalt sowie die Aufwertung des US-Dollar zum Euro. Dies gleiche die für 2012 sowie 2013 wegen der Konjunkturabkühlung niedriger erwarteten Ersatzteilverkäufe mehr als aus, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch. Daher habe er die Gewinnprognosen je Aktie für 2011 bis 2013 um bis zu 12,9 Prozent erhöht. MTU Aero sei der günstigste Titel im Luft- und Raumfahrsektor und deutlich unterbewertet.
MUENCHENER RUECKVERSICHERUNGS AG
PARIS - Exane BNP Paribas hat Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) gleich um zwei Stufen von "Underperform" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 106,00 auf 112,00 Euro angehoben. Die möglichen Belastungen durch das Erdbeben in Japan seien mittlerweile in den Kurs eingepreist, schrieb Analyst Francois Boissin in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenstudie. Zudem entfielen wegen der scheinbar milden Hurrikansaison große Gewinn- und Dividendenrisiken. Auch dürften die Turbulenzen an den Finanzmärkten die Rückversicherungsprämien im Nicht-Lebengeschäft stützen, wovon die Munich Re als Marktführer profitieren sollte. Vor dem Hintergrund vermutlich weiterhin schwieriger Bedingungen an den Finanzmärkten habe er zudem die Bewertungen der Versicherer an die unterschiedlichen Kapitalstrukturen angepasst.
PEUGEOT SA
LONDON - Goldman Sachs hat Peugeot von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel deutlich von 40,00 auf 26,00 Euro gesenkt. Weil er mit einem schwächeren Preisumfeld für Pkw sowie 2012 mit sinkenden Absatzzahlen in Europa rechne, habe er die Gewinnerwartungen für europäische Autobauer für 2012 und 2013 um durchschnittlich 15 Prozent reduziert, schrieb Analyst Stefan Burgstaller in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Das Verkaufsvotum begründete der Experte mit dem geringen Kurspotenzial. Trotz der konjunkturellen Unsicherheit laute das Sektorvotum aber weiter "Attractive". Die deutlich gesunkenen Kurse der Autowerte spiegelten die strukturellen Verbesserungen der Profitabilität und Ergebnisse nicht wider. Gerade diese seien aber für die Erholung der Gewinne der Branche seit dem letzten zyklischen Tief 2007 verantwortlich.
SGL GROUP
DÜSSELDORF - Das Bankhaus HSBC hat SGL Group (SGL Carbon) von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber auf 40,00 Euro belassen. Abnehmende geldpolitische Impulse in Kombination mit den Auswirkungen der Schuldenkrise führten zu einer Senkung der globalen Wachstumserwartung für die kommenden beiden Jahre und zu einer Kürzung der Gewinnprognosen, schrieb Analyst Richard Schramm am Mittwoch in einer Branchenstudie zu mittelgroßen deutschen Industriewerten. Angesichts der jüngsten Kursrückgänge sei dies allerdings schon weitgehend eingepreist, begründete er seine weiterhin positive Einschätzung zum überwiegenden Teil der Sektorwerte. Die SGL-Aktie schätze er weiterhin, das Kurspotenzial rechtfertige aber nur noch ein neutrales Votum.
WACKER CHEMIE AG
LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für Wacker Chemie von 118,00 auf 83,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Sinkende Subventionen und eine schwache Nachfrage im Solarsektor sowie vermutlich nachgebende Halbleitermärkte führten zu unsicheren Gewinnperspektiven für den Solarindustriezulieferer und Chemiekonzern, schrieb Analyst Neil Tyler in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Daher habe er die Gewinnschätzungen reduziert und am "Underweight"-Votum festgehalten.
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(dpa-AFX)
Bildquellen: Julian Mezger