TOKIO (dpa-AFX) - Der weiter ungelöste US-Schuldenstreit hat den japanischen Aktienmarkt am Donnerstag weiter ins Minus gedrückt. Zudem gingen die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA überraschend zurück. Der Nikkei-225-Index (
Nikkei 225) verlor 1,45 Prozent auf 9.901,35 Punkte und knüpfte damit an seine negative Vortagsentwicklung an. Damit schloss der Leitindex auch erstmals seit über einer Woche wieder unter der 10.000-Punkte Marke. Der breit gefasste Topix (
TOPIX) gab um 1,25 Prozent auf 848,37 Punkte nach. "Obwohl die japanischen Unternehmen recht gute Zahlen berichten, wird der Markt durch die Situation in den USA dominiert", sagte Chefökonom Koichi Kurose von der Resona Bank in Tokio.
Die Aktien von Japans größter Bank Mitsubishi UFJ Financial, die laut Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg zu den größten Haltern von US-Staatsanleihen gehört, verloren 1,49 Prozent auf 397 Yen. Sumitomo Mitsui Financial (SMFG) (Sumitomo Mitsui Financial Group) gaben 1,38 Prozent auf 286 Yen ab. Für die Titel des Kameraherstellers Nikon , der einen bedeutenden Anteil seines Umsatzes in Europa macht, ging es um 1,57 Prozent auf 1.816 Yen bergab, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Bonitätsbewertung für das hoch verschuldete Griechenland weiter gesenkt hatte. Die Nikon-Aktien litten zudem unter dem gegenüber dem Euro erstarkenden Yen. Kursverluste von 1,42 Prozent auf 2.083 Yen mussten die Papiere des größten japanischen Rohstoffhändlers Mitsubishi Corp. verkraften. Dagegen konnten Hitachi Construction Machinery um 3,81 Prozent auf 1.745 Yen zulegen, nachdem der Baumaschinenhersteller seinen Gewinnausblick für das Ende September auslaufende Geschäftshalbjahr mehr als verdoppelt hatte./gl/fat