WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat die Sitzung am Dienstag bei durchschnittlichem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der
ATX stieg 19,39 Punkte oder 0,72 Prozent auf 2.724,90 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zehn Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.715 Punkten.
Nach den deutlichen Verlusten zum Wochenstart kam es an der heimischen Börse zu einer Aufwärtsbewegung. Ein Händler berichtete von einer "Erholung auf breiter Front", allerdings bei "sehr flauen Umsätzen". Die Meldungslage blieb am zweiten Handelstag der Woche eher dünn, auch die Analysten hielten sich mit neuen Aktienbewertungen zurück.
Auch an den internationalen Aktienmärkten war die Stimmung wieder deutlich freundlicher als am Wochenbeginn. Jedoch schwelte im Hintergrund die Staatsschuldenkrise weiter. Die Diskussion um neue Milliardenhilfen für das hoch verschuldete Griechenland fand ihre Fortsetzung.
Für das Plus im heimischen Leitindex waren großteils die Schwergewichte verantwortlich. Erste Group Bank rückten um 0,63 Prozent auf 33,44 Euro vor und Voestalpine (voestalpine) verbesserten sich um 1,74 Prozent auf 32,67 Euro. In Andritz (plus 1,49 Prozent auf 71,00 Euro) und OMV (plus 0,88 Prozent auf 28,52 Euro) kam es ebenfalls zu klaren Kursaufschlägen.
Mit gut behaupteter Tendenz und einem Aufschlag von 0,19 Prozent auf 9,15 Euro ging die Aktie der Telekom Austria (ThyssenKrupp) aus dem Handel. Der heimischen Telekom drohen wegen einer Währungsabwertung in Weißrussland Millionenabschreibungen bei ihrer weißrussischen Tochter Velcom, berichtete der "BörseExpress".
Nachrichten kamen auch von der Strabag. Der Baukonzern erwirbt fünf Töchter der schwedischen NIMAB-Gruppe, die 2010 zusammen 40 Millionen Euro Bauleistung erzielten. Das biete die seltene Gelegenheit, in dem Land zu wachsen, meinte Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner. Die Aktie des Unternehmens baute einen Gewinn von 0,96 Prozent und ging bei 21,00 Euro aus dem Handel.
Schon vor Handelseröffnung informierte Rosenbauer International über seine Geschäftsentwicklung. Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster ist schwächer in das neue Jahr gestartet. Nach einem sehr guten Auftaktquartal im Vorjahr lagen der Umsatz und das Betriebsergebnis (Ebit) heuer wie von Analysten erwartet tiefer. Die Rosenbauer-Aktie schloss um 0,03 Prozent tiefer bei 38,60 Euro. (Forts.) dan/APA/fn