WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat die Sitzung am Freitag bei hohem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der
ATX fiel um 1,35 Prozent auf 1.852,67 Einheiten. Zum Wochenausklang konnte sich das heimische Börsenbarometer trotz einer sich aufhellenden europäischen Marktstimmung den gesamten Handelstag über nicht aus der Verlustzone herausarbeiten. An den Leitbörsen Europas sorgten hingegen die Ergebnisse des EU-Gipfels nach anfänglicher Enttäuschung für etwas Aufwind.
Bis auf Großbritannien haben sich am Freitag alle EU-Staaten darauf geeinigt, die Kontrolle ihrer Staatshaushalte spürbar zu verschärfen. In Kombination mit der EZB-Leitzinsentscheidung vom Donnerstag sei daher etwas Unsicherheit aus den Märkten gewichen. Allerdings bleibe die Nervosität unter den Investoren hoch, hieß es aus Händlerkreisen. Zudem stützten Meldungen, dass China in den USA und in Europa im Volumen von 300 Milliarden US-Dollar (224 Mrd. Euro) investieren wolle.
Weit unten auf der Kurstafel schlossen Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) (minus 6,26 Prozent auf 20,00 Euro) und Erste Group (Erste Group Bank) (minus 6,26 Prozent auf 12,80 Euro). Wie am Donnerstag im Zuge der jüngsten Bankenstresstest-Ergebnisse bekanntgeworden war, benötigen die drei österreichischen Großbanken Raiffeisen (RZB-Gruppe), Erste Group und Volksbanken AG (ÖVAG) etwas über 3,9 Milliarden Euro, um bis Ende Juni 2012 auf die von der europäischen Bankenaufsicht (EBA) geforderte Kapitalquote von neun Prozent zu kommen. Erste-Group-Vorstandschef Andreas Treichl hatte indessen bekräftigt, dass die Bank ihren Kapitalbedarf in Höhe von 743 Millionen Euro ohne staatliche Hilfen erreichen wolle.
Unter den größten Verlierern fanden sich auch Wienerberger (minus 4,71 Prozent auf 7,45 Euro) und Voestalpine (VOGT electronic) (minus 6,43 Prozent auf 20,29 Euro). Klar im Minus notierten zudem Palfinger . Unterstützt wurde der Leitindex hingegen von OMV (plus 3,91 Prozent auf 24,58 Euro) und Andritz (plus 0,31 Prozent auf 63,73 Euro)./APA/edh